Bertha von Groitzsch

Bertha von Groitzsch oder von Morungen (* 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts; † 16. Mai 1144) war eine deutsche Klosterstifterin.

Leben

Sie war eine Tochter des Grafen Wiprecht von Groitzsch und seiner Frau Judith, die bei der Geburt einer weiteren Tochter starb.

Als Bertha von Groitzsch 1092 den Landstrich Zwickau erbte, versuchte sie als eine eifrige Verfechterin des Christentums das in dieser Gegend noch weit verbreitete Heidentum auszurotten. Bertha von Groitzsch bat deshalb um 1112 den Wettiner Dietrich I., Bischof von Naumburg, die Stiftung und Erbauung einer christlichen Kirche für den Gau Zwickau zu gestatten. Diese Kirche wurde als Marienkirche am 1. Mai 1118 von eben diesem Dietrich von Naumburg geweiht, was aus einer Urkunde hervorgeht.

Darin wird Stifterin Bertha von Groitzsch genannt. Die Marienkirche wurde dem Kloster Posa (bei Zeitz) zugeordnet. Sechs Mönche von dort begannen 1118 ihre Arbeit in der Parochie, die im Wesentlichen Missiondienst gewesen ist. Bertha wurde nach kurzer Ehe mit Sizzo von Käfernburg geschieden und später die Gemahlin des Grafen Dedo IV. von Wettin, mit dem sie die Tochter Mathilde hatte und zur Stammmutter des sächsischen Königshauses wurde. Seit 1124 war Bertha verwitwet.

1135 erbte sie die Besitzungen ihres Bruders Heinrich, u.a. Leisnig und Colditz, die nach ihrem Tod an die Tochter Mathilde übergingen, welche sie ihrem Mann, dem Bamberger Hochstiftsvogt Rapoto von Abenberg zubrachte.


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