Bestellerkredit

Der Bestellerkredit, auch Finanzkredit oder gebundener Finanzkredit genannt, ist ein liefergebundener Kredit, der einem Käufer (Importeur) von einem Kreditinstitut gewährt wird, um seine Zahlungsverpflichtung gegenüber seinem Lieferanten (Exporteur) zu begleichen.

Diese Kreditform wird hauptsächlich im Exportgeschäft eingesetzt. Dann erfolgt die Absicherung dieser liefergebundenen Finanzkredite über die Ausfuhrgewährleistungen des Bundes im Rahmen einer Exportkreditversicherung. Gegenstand dieser so genannten Finanzkreditdeckung ist der von einem deutschen Kreditinstitut dem Importeur eingeräumte Finanzkredit zur Bezahlung der Importe, der auch die darauf entfallenden Kreditkosten enthält, bis zur vollständigen Bezahlung. Die Deckung erfolgt durch Ausfuhrgarantien, die auch wirtschaftliche und politische Risiken einbeziehen.

Quellen


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  • Bestellerkredit — ⇡ Kredit, der dem Besteller nicht vom Lieferanten (⇡ Lieferantenkredit), sondern von einer Bank gewährt wird. I.d.R. werden alle Zahlungsverpflichtungen des Kunden mit Ausnahme der An und Zwischenzahlung durch die Bank erfüllt. Der Vorteil für… …   Lexikon der Economics

  • Exportkreditversicherung — (oder Ausfuhrversicherung) ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Versicherungsformen, die die Exportrisiken des Ausfalls von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen absichern. Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Arten der… …   Deutsch Wikipedia

  • Zahlungsbedingungen — in der Wirtschaft üblicherweise, auch durch ⇡ Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) (evtl. auch stillschweigend) getroffene Vereinbarungen über den Zahlungsort und zeitpunkt von Geldschulden. Z. werden vielfach mit ⇡… …   Lexikon der Economics

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