Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (englisch United Nations Fund for Population Activities, UNFPA; seit 1987 United Nations Population Fund) ist der weltweit größte Fonds zur Finanzierung von Bevölkerungsprogrammen. Er wurde 1967 als Treuhandfonds eingerichtet und ist seit 1972 ein Nebenorgan der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Seit 2011 ist Babatunde Osotimehin Exekutivdirektor.

Zur Beurteilung der bevölkerungspolitischen Lage werden seit 1969 jährliche „Weltbevölkerungsberichte“ veröffentlicht.[1] Sie dienen als Beratungs- und Entscheidungsgrundlage auf den Weltbevölkerungsgipfeln. Die Prioritäten und Förderungskriterien haben sich im Laufe der Jahrzehnte ständig geändert. Angesichts der hohen Geburtenziffern, dem weitverbreiteten Analphabetismus und den unterdrückten Frauenrechten in den meisten Entwicklungsländern liegen die Programmschwerpunkte heute in den Bereichen

Finanziert wird der Fonds aus freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Seit 2002 verweigern die USA ihre Zahlungen. Begründet wird die Zurückhaltung mit der Behauptung, die UNFPA toleriere die Abtreibungspolitik und die Zwangssterilisation in der Volksrepublik China. Viele Projekte der UNFPA sind seitdem finanziell gefährdet.

Einzelnachweise

  1. UN-Weltbevölkerungsbericht: Auf der Erde wird es immer voller (nicht mehr online verfügbar), Tagesschau am 12. November 2008

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