Binärcode
Eine Uhr die mittels des Dualcode die Uhrzeit anzeigt

Binärcode ist die Gesamtheit aller Codes welche Informationen durch Sequenzen von zwei verschiedenen Symbolen (zum Beispiel 1/0 oder wahr/falsch) dargestellt werden können. Die Bezeichnung leitet sich von der lateinischen Vorsilbe bi ab, welche die Bedeutung zwei oder doppelt hat.

Binärcodes bilden die Grundlage für jegliche Verarbeitung von digitaler Informationen. Sie lassen sich technisch sehr leicht abbilden und verarbeiten, z.B. durch Spannungen: Spannung liegt an → entspricht 1 oder logisch wahr, Spannung liegt nicht an → entspricht 0 oder logisch falsch. Diese kleinste Informationseinheit aus 0/1 bzw. wahr/falsch bezeichnet man in der Informatik auch als Bit. Durch logische Verknüpfung oder technische Verschaltung mehrerer dieser einfachen Werte lassen sich komplexere, höherwertige Informationen abbilden. Wie eine höherwertige Information abgebildet wird, wird durch den jeweiligen Code genau festgelegt.

Durch Verwendung elektronischer oder auch optischer Bauteile lassen sich heutzutage sehr komplexe Codes zur Informationsverarbeitung auf einem integrierten Schaltkreis realisieren.

Der älteste und am häufigsten verwendete Binärcode ist der Dualcode, welcher ganze Zahlen im Dualsystem abbilden kann. Er wurde bereits Anfang des 18. Jahrhundert beschrieben. Unter Verwendung des Dualcode kann man beispielsweise mit den zehn Fingern beider Hände jede ganze Dezimalzahl von 0-1023 darstellen.

Ein anderer einfacher Binärcode ist der BCD-Code, mit dem die Ziffern 0 bis 9 in vier Bits kodiert werden. Anders als ganze Zahlen werden Gleitkommazahlen in einer Mischform (siehe IEEE 754) kodiert. Negative Werte werden meist im Zweierkomplement kodiert. Texte werden zunächst mit ASCII oder Unicode zeichenweise als Zahlen kodiert, welche dann dualkodiert werden.

Binärcodes welche zur Übertragung von Informationen optimiert wurden, können Übertragungsfehler erkennen und sogar korrigieren. Diese haben eine höhere Redundanz, verwenden also mehr Bits als eigentlich für die Darstellung der übertragenen Information notwendig wären.

Eine Übertragung von Information mittels Binärcodes ist nicht an ein bestimmtes Medium gebunden, sondern kann überall dort durchgeführt werden, wo ein Wechsel zwischen zwei Zuständen erzeugt und wieder gemessen werden kann. So wäre es beispielsweise sogar möglich, wenn auch aufgrund der (vergleichsweise niedrigen) Datenübertragungsrate unsinnig, Informationen binär mit Rauchzeichen zu übertragen. (es raucht → logisch 1, es raucht nicht → logisch 0)

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