AKA electric
„AKA electric“ Markenlogo
Handrühr- und Mixgerät „AKA electric RG28s“, in Westdeutschland von Quelle unter der Marke „Privileg“ vertrieben
Kaffeemühle „AKA electric MWM3“, Designer: Kurt Boeser
Haartrockner

AKA electric war ein Markenname für Elektrogeräte aus der DDR.

Geschichte

Das Markenzeichen löste das Markenzeichen „IKA electrica“ ab. Die Marke AKA electric gehörte zur VVB Elektrische Konsumgüter, die im Jahr 1969 entstanden war.[1] Unter dem Namen waren Elektroartikel und elektrische Haushaltsgeräte erhältlich, beispielsweise Staubsauger, Haartrockner, Rührgeräte und Küchengrills. Der Werbeslogan im damaligen DDR-Werbefernsehen lautete „AKA electric – in jedem Haus zu Hause“.

AKA stand für den Spruch "Aktiv auf dem Markt - Konzentriert in der Handelstätigkeit - Aktuell im Angebot". Insgesamt wurden 15 Betriebe zur Führung des Markenzeichens angewiesen, wobei kleinere ihren bisherigen Namen vollständig einbüßten z.B. Omega (Staubsauger) und Reiss (Zeichenwerkzeuge), ein Teil der Betriebe war weiterhin auch unter eigenem Namen tätig, darunter Acosta (Grills- und Warmhaltegeräte). Für das westliche Ausland wurden die Geräte auch mit Fremdlabel versehen und wurden von dortigen Marken geführt.

Nach der Wende kehrten Traditionshersteller zu ihrem alten Namen zurück, z.B. efbe. Die Markenrechte von AKA electric wechselten mehrfach den Besitzer. Zwischen 1998 und 2008 lagen sie bei einem Rostocker Unternehmen[2], das unter anderem Nischenprodukte wie die Wellenradwaschmaschine WM 0600 L führt, die seit 1960 in Schwarzenberg/Erzgebirge (früher unter Foron als WM 66) gefertigt wurde. Nachdem die Marke im August 2008 verfallen ist, hat sie ein KFZ-Ersatzteilhändler aus Zwickau im Januar 2009 übernommen.[3]

Sortiment

Mitunter wurde auch direkte Konkurrenzprodukte parallel unter der gleichen Marke vermarktet, so wurde der "Party-Grill" von Acosta und der "Universaltoastgrill" von ELKO Dresden angeboten. Später wurden auch Produkte vertrieben, die im Rahmen der allgemeinen Verpflichtung, dass alle Kombinate auch Konsumgüter herstellen mussten, von Unternehmen produziert wurden, welche sonst aus gänzlich anderen Branchen stammten, teils sogar aus der Schwerindustrie. So wurde beispielsweise vom Kombinat Robotron, das eigentlich Büromaschinen und Computer herstellte, ein Fruchtentsafter beigesteuert. Ein Lebensmittel-Zerkleinerer, ähnlich der Moulinette, stammte von einem Getriebewerk. Hierdurch waren Qualität und Design dieser Geräte vielgestaltig und reichte von simplen und teils grotesken Konstruktionen, welche durchaus langlebig und praktisch sein konnten, bis hin zu sehr ausgereiften Geräten die dann auch zumeist das Gütezeichen S oder später Q trugen.

Belege

  1. Stefan Sommer: Das große Lexikon des DDR-Alltags. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-532-5.
  2. Deutsches Patent- und Markenamt, Registernummer 39847560
  3. Deutsches Patent- und Markenamt, Registernummer 302008010114

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