Blanding
Blanding
Blanding Utah city office.jpeg
Lage in Utah
Blanding (Utah)
Blanding
Blanding
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Utah
County:

San Juan County

Koordinaten: 37° 37′ N, 109° 29′ W37.623333333333-109.478888888891861Koordinaten: 37° 37′ N, 109° 29′ W
Zeitzone: Mountain Standard Time (UTC−7)
Einwohner: 3162 (Stand: 2000)
Bevölkerungsdichte: 518,4 Einwohner je km²
Fläche: 6,1 km² (ca. 2 mi²)
Höhe: 1861 m
Postleitzahl: 84511
Vorwahl: +1 435
FIPS: 49-06370
GNIS-ID: 1438903

Blanding ist eine Stadt im San Juan County im Südosten des US-Bundesstaat Utah mit 3162 Einwohnern, von denen rund 900 indianischer Abstammung sind (Stand: 2000). Trotz der geringen Einwohnerzahl ist Blanding der größte Ort im County, der Verwaltungssitz Monticello hat nur rund 1800 Bewohner. Blanding liegt am U.S. Highway 191 auf etwa 1860 m Höhe auf einem in Nord-Süd-Richtung gestreckten Tafelberg zwischen zwei nur zeitweilig Wasser führenden Washs, die nach Süden zum San Juan River verlaufen. Im Norden liegen die Abajo Mountains mit dem Abajo Peak.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Beim ersten Kontakt mit Weißen war die Region von Navajo-Indianern besiedelt. Ihre Navajo Nation Reservation erstreckt sich heute über den Süden des Counties, reicht aber nicht bis Blanding. Die Ute-Indianer kamen gelegentlich zu Raubzügen von Osten in die Region.

Die ersten Weißen waren Mormonische Pioniere, die von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ausgesandt wurden, um die Region zu besiedeln.[1] Über den Hole-in-the-Rock-Trail erreichten erste Mormonen das heutige Bluff im Jahr 1880. Von dort besiedelten sie das rund 70 km nördlich gelegene Monticello. Das dazwischen liegende Gebiet des späteren Blanding wurde als Weideland von Ranchern aus Monticello genutzt.

Erst 1906 siedelten sich die ersten Familien auf dem Tafelberg an und errichteten einen Kanal, um die neue Siedlung names Grayson mit Wasser aus dem Johnson Creek zu versorgen, der von den Bergen kam und dauerhaft Wasser führt. Zwischen 1912 und 1916 wuchs die Stadt durch den Zuzug von Mormonen, die ursprünglich aus den USA nach Mexiko ausgewandert waren. Sie kamen jetzt zurück, als dort politische Unruhen ausbrachen und suchten neue Siedlungsgebiete in Utah. 1914 nannte sich der Ort in Blanding um.

Die ursprüngliche wirtschaftliche Basis des Ortes war Viehzucht und etwas Ackerbau. Dies erweiterte sich um Forstwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Südosten Utahs intensiv nach Lagerstätten von Uran erkundet, dabei fanden sich auch andere Bodenschätze. Blanding wurde zur Bergbausiedlung mit bescheidener Erdöl-Förderung und einer Uran-Mine. Beide wurden in den 1980er Jahren unrentable, so dass der Ort sich neu ausrichten musste.

Blanding heute

Die heutige Grundlage von Blanding ist der Tourismus. Dazu trägt vor allem die Lage der Stadt bei. Blanding liegt am östlichen Ende des Utah State Highway 95, der eine der attraktivsten Straßen durch die Rote-Sandstein-Region Utahs und in voller Länge als National Scenic Byway ausgewiesen ist. Außerdem bildet der U.S. Highway 191 durch Blanding die Verbindung zwischen dem Grand-Canyon-Nationalpark und den Canyonlands- und Arches-Nationalparks bei Moab, so dass eine große Zahl Touristen Blanding durchqueren.

Die Abajo Mountains nördlich der Stadt sind Teil des Manti La Sal National Forests und bieten viele Erholungsmöglichkeiten in der Natur, wie Wandern, Angeln und die Jagd. In unmittelbarer Nähe liegt der kleine Edge of the Cedars State Park, im weiteren Umfeld befinden sich zwei National Monuments. Hovenweep National Monument besteht aus sechs einzelnen kleinen archäologische Fund- und Gedenkstätten für prähistorische Anasazi-Indianer. Natural Bridges National Monument bewahrt spektakuläre Felsformationen, darunter die namensgebenden natürlichen Steinbögen.

Trivia

Eine Szene des Road-Movies Fluchtpunkt San Francisco von 1971 spielt in der Nähe von Blanding.

Weblinks

 Commons: Blanding, Utah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Soweit nicht anders angegeben beruht die Geschichte auf Utah Historical Encyclopedia: Blanding

Wikimedia Foundation.

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