Brautexamen

Das Brautexamen der römisch-katholischen Kirche ist eine der Eheschließung vorausgehende kirchenrechtlich vorgeschriebene Prüfung. Ein trauungsberechtigter katholischer Priester oder Diakon stellt die Personalien der Brautleute, ihre Freiheit von Ehehindernissen (z. B. Blutsverwandtschaft oder eine bereits bestehende Ehe) und den Ehewillen auf einem kirchenamtlichen Formular fest. Dazu gehört, dass die Brautleute eine unauflösliche und ausschließliche Ehe eingehen möchten, die auf das Wohl der Gatten und auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Ursprünglich war damit auch der sogenannte Brautunterricht als religiöse Unterweisung über Ehe und Ehesakrament verbunden.


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  • Brautexamen — Brautexamen, s.u. Braut …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Brautexamen — Brautexamen, im kath. Kirchenrechte die durch Gewohnheit oder Diözesanverordnungen eingeführte Besprechung des Geistlichen mit den Brautleuten, in der er sich über die Religionskenntnisse der Verlobten, über ihr Verständnis von der Bedeutung der… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Brautexamen — Brautexamen, in der kath. Kirche die Glaubensprüfung, der sich Verlobte vor der Zulassung zur kirchlichen Trauung zu unterziehen haben …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Brautexamen — Braut|ex|a|men 〈n. 14; kath. Kirche〉 kurze Prüfung u. Unterweisung des Brautpaares durch den Geistlichen * * * Brautexamen,   katholische Kirche: kirchenrechtlich vorgeschriebene Prüfung vor einer Eheschließung. Ein trauungsberechtigter Pfarrer… …   Universal-Lexikon

  • Braut [1] — Braut heißt jetzt ein, einem Manne zur Ehe verlobtes Frauenzimmer, von der Zeit der Verlobung bis zur Schließung der Ehe durch die kirchliche Trauung. Eigentlich hat das Wort aber auch u. ursprünglich die Bedeutung einer Weibsperson, die mit… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Brautunterricht — Das Brautexamen der römisch katholischen Kirche ist eine der Eheschließung vorausgehende kirchenrechtlich vorgeschriebene Prüfung. Ein trauungsberechtigter katholischer Priester oder Diakon stellt die Personalien der Brautleute, ihre Freiheit von …   Deutsch Wikipedia

  • Mathias Schmid — Bildnis Mathias Schmid Beilage zum Darmstädter Tagblatt, Nr. 6/1891 Mathias Schmid (* 14. November 1835 in See im Paznauner Tal; † 22. Januar 1923 in München) war ein österreichischer Maler. Inhaltsverzeichn …   Deutsch Wikipedia

  • Gemischte Ehen — Gemischte Ehen, Ehen zwischen Personen verschiedener christlicher Confessionen, bes. zwischen Protestanten u. Katholiken. In der älteren christlichen Kirche erklärte sich im 4. Jahrh. die Kirchenversammlung in Laodicea dagegen, daß ein… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schmid — Schmid, 1) Karl Christian Ehrhard, Philosoph, geb. 24. Okt. 1761 zu Heilsberg im Weimarischen, gest. 10. April 1812 in Jena, wurde 1791 Professor der Philosophie in Gießen, 1793 in Jena, seit 1806 Vorsteher eines Erziehungsinstituts daselbst.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Trauung — Trauung, Copulation, die Abschließung der Ehe, nach den Vorschriften des Tridentinerconcils eingeleitet durch das Eheverlöbniß, Ausrufung der Verlobten und das Brautexamen, bestehend in der vor dem zuständigen Pfarrer u. mindestens 2 Zeugen… …   Herders Conversations-Lexikon

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