2. Sinfonie (Haydn)
Joseph Haydn
Joseph Haydn.jpg
Sinfonie Nr. 2 in D-Dur
Hob: I:2
Entstehungsjahr: 1757–60
Schaffensperiode: Morzin
AD: ca. 10 min
Besetzung
Streicher
2 Oboen
2 Hörner
Continuo: Fagott, Cembalo
Sätze
1. Allegro
2. Andante
3. Presto
Sinfonien Joseph Haydns

Die Sinfonie Nr. 2 C-Dur komponierte Joseph Haydn vermutlich zwischen 1757 und 1760 während seiner Amtszeit als Kapellmeister und Kammercompositeur des Grafen Morzin.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Entstehungszeit der Sinfonie Nr. 2 ist durch die dürftige Quellenlage unklar, sie dürfte allerdings stilistisch als eine der frühesten Beiträge Haydns zu diesem Genre anzusehen sein. Sie gehört dem einfachsten Typ der Morzin-Sinfonien an, der aus drei Sätzen schnell − langsam – schnell besteht und eine kleine Besetzung verlangt, ähnlich den Werken Nr. 1, 4, 10, 18 und 19. Die Sinfonie ist nicht in autographen Quellen, sondern lediglich durch zeitgenössische Stimmenkopien überliefert. Die Echtheit ist durch den Eintrag in Haydns eigenhändigen "Entwurf-Katalog" gesichert.[1]

Zur Musik

Besetzung: zwei Oboen, zwei Hörner, zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass. Zur Verstärkung der Bass-Stimme wurden damals auch ohne gesonderte Notierung Fagott und Cembalo (sofern im Orchester vorhanden) eingesetzt, wobei seit einer Untersuchung des britischen Musikwissenschaftlers James Webster über die Beteiligung des Cembalos unterschiedliche Auffassungen bestehen. [2] Mehrere namhafte Vertreter der historischen Aufführungspraxis wie Trevor Pinnock, Ton Koopman und Roy Goodman verwenden in ihren Einspielungen das Cembalo als Continuoinstrument bzw. sprechen sich eindeutig dafür aus. [3]

Aufführungszeit: ca. 9 Minuten.

Das, was später als typische Sonatensatzform bekannt werden sollte, war zum Zeitpunkt der Komposition noch in Entwicklung begriffen. Dies ist bei den hier benutzten, entsprechenden Begriffen zu berücksichtigen. – Die hier vorgenommene Gliederung der Sätze ist als Vorschlag zu verstehen. Je nach Standpunkt sind auch andere Abgrenzungen und Deutungen möglich.

1. Satz: Allegro

C-Dur, 4/4-Takt, 193 Takte

2. Satz: Andante

G-Dur, 2/4-Takt, 78 Takte, nur Streicher

3. Satz: Presto

C-Dur, 3/8-Takt, 231 Takte

Weblinks, Noten

Einzelnachweise

  1. Jens Peter Larsen/Walter Feder: Haydn. London, Macmillan 1982
  2. Die Haydn-Festspiele Eisenstadt (http://www.haydn107.com/index.php?id=21&pages=besetzung, Stand September 2009), schreiben hierzu: „Haydn setzte, außer in London, für seine Symphonien höchstwahrscheinlich kein Tasteninstrument ein. Diese Ansicht, die von früheren Meinungen abweicht, wird heute unter Musikwissenschaftlern weithin anerkannt.“
  3. Roy Goodman, Eine Anmerkungen zu den Aufführungen, im Begleitheft zur CD der Hannover Band Joseph Haydn, Symphony No 1 - No 5, Hyperion Records 1991. (...daß ich der festen Überzeugung bin, daß Haydn ein Generalbaßinstrument mit Klaviatur entweder selbst spielte oder vorsah...).

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