Abram Isaakowitsch Alichanow

Abram Isaakowitsch Alichanow (russisch Абрам Исаакович Алиханов; * 20. Februarjul./ 4. März 1904greg. in Tiflis; † 8. Dezember 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Physiker.

Alichanow stammte aus einer armenisch-stämmigen Familie. Sein Vater war Zugführer. 1928 machte er seinen Abschluss in Physik am Polytechnikum in Leningrad.

Alichanow entdeckte bei Untersuchungen zur künstlichen Radioaktivität 1934 zusammen mit seinem jüngeren Bruder Artjom Issaakowitsch Alichanjan (1908−1978), später einer der Gründer des Physikinstituts in Jerewan, die Emission von Elektron-Positron-Paaren durch hochangeregte Kerne.

Außerdem forschte er über kosmische Strahlung und über die schwache Wechselwirkung (unter anderem zum Beta-Zerfall).

Alichanow war mitbeteiligt an der Entwicklung des ersten sowjetischen Kernreaktors (1949) und der sowjetischen Atombombe. Ab 1945 gründete und leitete er das Labor 3, aus dem später das ITEP hervorging. Er leitete das Institut bis 1968.

1961 war er wesentlich am Bau des ersten Synchrotrons in der Sowjetunion mit starker Fokussierung beteiligt (mit einer Beschleunigungsenergie von 7 GeV) und er war auch an den Plänen für die folgende Generation der Teilchenbeschleuniger in der Sowjetunion beteiligt.

Er war Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften. Alichanow erhielt dreimal den Staatspreis der UdSSR (1941, 1948, 1953), erhielt den Lenin-Orden, das Rote Banner der Arbeit und wurde 1954 Held der Sozialistischen Arbeit.


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