Adalbert Durrer
Adalbert Durrer

Adalbert Durrer (* 17. November 1950 in Alpnach; † 19. April 2008) war ein Schweizer Politiker (CVP).

Inhaltsverzeichnis

Politische Laufbahn

Durrer begann seine politische Laufbahn im Alter von 28 Jahren, als er 1978 in den Gemeinderat von Alpnach gewählt wurde. Vier Jahre später wurde er zum Gemeindepräsident dieser Gemeinde gewählt. Parallel dazu sass er von 1981 bis 1986 im Kantonsrat von Obwalden. Es folgten von 1986 bis 1996 zehn Jahre im Regierungsrat, dem er 1993/94 und 1995/96 als Landammann vorstand.

Von den Wahlen 1995 bis 2000 sass Adalbert Durrer im Nationalrat. Von 1997 bis Mai 2001 amtete er zudem als Präsident der CVP Schweiz. Im März 1999, während seiner Amtszeit als CVP-Präsident, war Durrer einer von fünf offiziellen Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesrats Flavio Cotti. Durrer schied allerdings im vierten Wahlgang aus. Er reichte daraufhin am 5. Oktober 2001 seinen Rücktritt als Nationalrat ein, und Adriano Imfeld rückte nach.

Durrer war für die Straffreiheit des Cannabiskonsums und gegen die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren.[1] Obschon die CVP an sich lange Zeit den Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union befürwortete, war Durrer ein Beitrittsgegner: «Wenn Mitgliedsländer nicht souverän sind im Rahmen des Völkerrechtes ihre Regierungen alleine zu bestimmen, kann ich einen Beitritt nicht mehr befürworten.»

Beruf und Privatleben

Der frühere Jurist und Notar Adalbert Durrer war nach seinem politischen Rückzug als Direktor bei der UBS tätig. Er war verheiratet. Am 19. April 2008 verstarb Durrer nach schwerer Krankheit.[2]

Publikationen

  • Adalbert Durrer, Hilmar Gernet: Von Mythen zu Taten. Damit die Schweiz bleibt, was sie ist: eine Erfolgsstory. Maihof-Verlag, Luzern 2000, ISBN 3-9522033-0-0

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Über Steuern, Ausländer, Cannabis: Fragen an die Parteipräsidenten, Tages-Anzeiger, 24. Oktober 1999.
  2. Der Obwaldner Politiker Adalbert Durrer gestorben Nachruf auf NZZ online, 20. April 2008

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Adalbert I. — Adalbert ist ein männlicher Vorname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung des Namens 2 Namenstag 3 Varianten 4 Bekannte Namensträger 4.1 als Familienname …   Deutsch Wikipedia

  • Adalbert II. — Adalbert ist ein männlicher Vorname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung des Namens 2 Namenstag 3 Varianten 4 Bekannte Namensträger 4.1 als Familienname …   Deutsch Wikipedia

  • Adalbert III. — Adalbert ist ein männlicher Vorname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung des Namens 2 Namenstag 3 Varianten 4 Bekannte Namensträger 4.1 als Familienname …   Deutsch Wikipedia

  • Adalbert — ist ein deutscher männlicher Vorname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung des Namens 2 Namenstag 3 Varianten 3.1 „Heiliger Adalbert“ …   Deutsch Wikipedia

  • Durrer — ist der Familienname folgender Personen: Adalbert Durrer (1950–2008), Schweizer Politiker (CVP) und Nationalratsmitglied des Kantons Obwalden Josef Durrer (1841–1919), Schweizer Ingenieur und Politiker Robert Durrer (1867–1934), Schweizer… …   Deutsch Wikipedia

  • Hämisegger — Kuno Hämisegger (rechts) und Adalbert Durrer (2005) Kuno Hämisegger (* 29. März 1956 in Wyssachen, Kanton Bern) ist ein Schweizer Bankier und Ökonom. Er ist aufgewachsen in Solothurn und zurzeit wohnhaft in …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Du — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Nationalräte des Kantons Obwalden — Diese Liste zeigt alle Mitglieder des Nationalrates aus dem Kanton Obwalden seit Gründung des Bundesstaates im Jahr 1848 bis heute. Parteiabkürzungen CVP: Christlichdemokratische Volkspartei CSP: Christlich soziale Partei KVP: Schweizerische… …   Deutsch Wikipedia

  • Konservativ-Christlichsoziale Volkspartei — Basisdaten Gründungsdatum: 1882 (KK 1912, CVP 1970) Präsidium: Christophe Darbellay …   Deutsch Wikipedia

  • Ruswiler Verein — Basisdaten Gründungsdatum: 1882 (KK 1912, CVP 1970) Präsidium: Christophe Darbellay …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”