Adalbert von Harstall

Wilhelm Adolf Heinrich Adalbert von Harstall (* 18. März 1737 in Treffurt; † 8. Oktober 1814 in Fulda) war als Adalbert III. letzter Fürstbischof von Fulda. Er war der Sohn des Geheimrates Hartmann Ernst von Harstall und seiner Ehefrau Theresia von Redwitz. Seine Taufpaten waren der damalige Fürstabt von Fulda Adolf von Dalberg und der Herzog Wilhelm Heinrich von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Mit ihm endete das Hochstift Fulda / Fürstbistum Fulda. Auf Drängen Napoleons wird das Fürstbistum säkularisiert. Die weltliche Herrschaft ging zunächst an Fürst Wilhelm V. von Oranien-Nassau. Dieser gab sie an seinen Sohn Prinz Wilhelm Friedrich von Oranien, Schwiegersohn des Preußenkönigs und nach Napoleons Niederlage späteren König Wilhelm I. der Niederlande weiter. Adalbert von Harstall blieb aber Bischof von Fulda.

Er erlebte noch das Ende der kurzen oranischen Herrschaft und musste den Fuldaer Dom als Durchgangslager für preußische Kriegsgefangene (zirka 42.000) herrichten lassen. Fulda wurde Hauptstadt des französischen Dèpartements Fulda.

1813 wird seine ehemalige weltliche Herrschaft Teil des neuen Dèpartements des Großherzogstums Frankfurt. Nach seiner Absetzung musste er das Schloss verlassen und lebte bis zu seinem Tod gegenüber im Palais Buseck, seit 1832 freiadeliges Damenstift Stift Wallenstein. Am 8. Oktober 1814 starb der letzte Fürstbischof Adalbert von Fulda und mit im endete zunächst auch das Bistum Fulda als kirchliche Einheit.

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Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich von Bibra Bischof von Fulda
17891814
Johann Adam Rieger

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