Albert Biermann

Albert Biermann (* 22. November 1903 in Recklinghausen ; † 11. Juni 1994 in Rheine) war ein deutscher Kommunalpolitiker.

Leben

Biermann lebte seit 1919 in Rheine und legte hier am Gymnasium Dionysianum im Jahre 1923 die Reifeprüfung ab. In Münster und Freiburg studierte er Rechts- und Staatswissenschaften. Nachdem er die juristischen Prüfungen mit Prädikat bestanden und im Jahre 1928 in Freiburg mit der Dissertation „Der Irrtum im kanonischen Eherecht, insbesondere der error de qualitate in personam redundans“ zum Dr. jur promoviert hatte, nahm er seine Berufsarbeit bei dem Rechtsanwalt und Notar Josef Strotmann, Rheine, auf und eröffnete nach dessen Tode 1953 ein eigenes Rechtsanwaltsbüro, zu dem das Notariat hinzukam. Albert Biermann war bis 1988 als Rechtsanwalt und Notar in einer Praxis in Rheine tätig, die sein Sohn Jürgen Biermann und der Schwiegersohn Hermann Beul danach übernahmen.

Verheiratet war Biermann mit Martha Rabbers aus Neuenkirchen bei Rheine und hatte drei Kinder. Vom 14. Februar 1942 bis 23. Mai 1945 war Biermann Soldat, zunächst in einer Kraftfahrabteilung, dann in einer Dolmetscher-Kompanie. Über das Ende seiner Soldatenzeit berichtet das von H. Büld in Rheine 1977 verlegte Buch „Rheine a. d. Ems“.

1945 ging Biermann in die Kommunalpolitik; er wurde am 10. August in Rheine Mitglied des von der englischen Militärregierung gebildeten städtischen Beirates sowie des Kreisbeirates. Am 12. Oktober jenes Jahres kam er auf Vorschlag der Militärregierung in den Rat der Stadt Rheine. Damals gründete Biermann mit politisch gleichgesinnten Bürgern die Christlich-Demokratische Union (CDU) im Kreis und im Ortsverband Rheine. Er führte diesen Ortsverband und gehörte dem Rat der Stadt Rheine als Delegierter der CDU an. Hier war er Vorsitzender der Fraktion seiner Partei und in den Jahren 1948 bis 1954, und von 1961 bis 1975 war er Bürgermeister der Stadt Rheine.

Auszeichnungen

Der Bundespräsident verlieh Biermann im Jahre 1968 das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse, und die Stadt Rheine zeichnete ihn mit der „Goldenen Medaille“ aus.

Ehrenämter

Biermann widmete sich ehrenamtlichen Aufgaben, als Mitglied des Kuratoriums des Mathias-Spitals sowie des Jakobi- Krankenhauses, Vorsitzender des Vereins „Tierpark“ Rheine, des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse Rheine, Beiratsmitglied des landwirtschaftlichen Lokalvereins Rheine-Emsdetten, Mitglied der „Kommunal-Arbeits-Gemeinschaft Stadt und Amt Rheine“, Vorstandsmitglied und Vizepräsident des Nordrhein- Westfälischen Städtebundes, stellvertretendes Mitglied im Präsidium des neugegliederten Deutschen Städte- und Gemeinde-Bundes und Präsidiumsmitglied der Gesellschaft zur Pflege des Märchengutes der europäischen Völker, Rheine.


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Biermann — ist der Familienname folgender Personen: Aenne Biermann (1898–1933), deutsche Fotografin Albert Biermann (1903–1994), deutscher Lokalpolitiker Andreas Biermann (* 1980), deutscher Fußballspieler Antje Möller Biermann (* 1957), früherer Name der… …   Deutsch Wikipedia

  • Albert C. Willford — Albert Clinton Willford (* 21. September 1877 in Vinton, Benton County, Iowa; † 10. März 1937 in Waterloo, Iowa) war ein US amerikanischer Politiker. Zwischen 1933 und 1935 vertrat er den Bundesstaat Iowa im US Repräsentantenhaus. Werdegang… …   Deutsch Wikipedia

  • Albert F. Dawson — Albert Foster Dawson (* 26. Januar 1872 in Spragueville, Jackson County, Iowa; † 9. März 1949 bei Cincinnati, Ohio) war ein US amerikanischer Politiker. Zwischen 1905 und 1911 vertrat er den Bundesstaat Iowa im US Repräsentantenhaus. Werdegang… …   Deutsch Wikipedia

  • Albert R. Anderson — Albert Raney Anderson (* 8. November 1837 im Adams County, Ohio; † 17. November 1898 in Hot Springs, South Dakota) war ein US amerikanischer Politiker. Zwischen 1887 und 1889 vertrat er den Bundesstaat Iowa im US Repräsentantenhaus.… …   Deutsch Wikipedia

  • Albert Schäffle — Albert Eberhard Friedrich Schäffle (February 24, 1831 December 25, 1903), German statesman and political economist, was born at Nürtingen in Württemberg, and in 1848 became a student at the University of Tübingen.From 1850 to 1860 he was attached …   Wikipedia

  • Albert Weisgerber — Weisgerber: Selbstportrait am Attersee (1911) …   Deutsch Wikipedia

  • Biermann-Ratjen-Medaille — Die (Senator) Biermann Ratjen Medaille wurde 1978 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg im Gedenken an die Verdienste des früheren Kultursenators Hans Harder Biermann Ratjen gestiftet. Mit ihr werden seitdem Personen und Personengruppen… …   Deutsch Wikipedia

  • Karl Eduard Biermann — (* 26. Juli 1803 in Berlin; † 16. Juni 1892 in Berlin) war ein deutscher Maler. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke (Auswahl) 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Senator-Biermann-Ratjen-Medaille — Die (Senator) Biermann Ratjen Medaille wurde 1978 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg im Gedenken an die Verdienste des früheren Kultursenators Hans Harder Biermann Ratjen gestiftet. Mit ihr werden seitdem Personen und Personengruppen… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Bie — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”