Albert Bote

Albert Joachim Werner Bote (* 13. Mai 1889 in Bremen; † 27. Februar 1961 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (NLP, DVP, später BDV, FDP).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Bote absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und war später als Leiter der Baumwoll-Kommissions- und Lagerhäuser GmbH in Bremen tätig. In den Jahren von 1912 bis 1919 siedelte er nach Rotterdam über, um bis 1931 die dortige Niederlassung seiner Firma zu leiten. Außerdem war er bis 1935 Vorstandsmitglied der Bremer Baumwollbörse. Darüber hinaus fungierte er lange Zeit als Rechnungsführer der Inneren Mission in Bremen und war 1938 Bauherr (Kirchenvorstand) der Bremer Gemeinde Unser Lieben Frauen. Von 1949 bis 1951 stand er als Präsident der Bremer Bauwollbörse vor.

Politik

Bote war während der Zeit des Deutschen Kaiserreiches Vorstandsmitglied der Nationalliberalen Partei (NLP) und während der Zeit der Weimarer Republik Vorstandsmitglied der Deutschen Volkspartei (DVP). Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte er sich an der Gründung der Bremer Demokratischen Volkspartei (BDV), als deren Schatzmeister er bis 1951 fungierte. Er war von 1946 bis 1951 Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und dort Vorsitzender der BDV- bzw. BDV/FDP-Fraktion. Daneben war er 1948/49 für Bremen Mitglied des Parlamentarischen Rates beim Länderrat des US-amerikanischen Besatzungsgebietes. Nach der Überführung der BDV in die FDP 1951 wurde er Mitglied der Freidemokraten. Von 1952 bis 1958 war er stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Bremen.

Ehrungen

  • Albert-Bote-Straße in Bremen

Literatur

  • Theodor Spitta, Ursula Büttner, Angelika Voss-Louis: Neuanfang auf Trümmern: Die Tagebücher des Bremer Bürgermeisters Theodor Spitta 1945–1947, S. 109/110, Oldenbourg, München 1992, ISBN 3-486-55938-9
  • Karl Stoevesandt: Bote, Albert Joachim Werner. In: Historische Gesellschaft Bremen, Staatsarchiv Bremen (Hrsg.): Bremische Biographie 1912–1962. Hauschild, Bremen 1969, S. 71 (Sp.1) bis 72 (Sp.1).

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