Grammy Awards
Die Grammy-Trophäe

Die Grammy Awards (kurz Grammy) sind Musikpreise, die seit 1959 von der National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles jährlich in zurzeit insgesamt 109 Kategorien[1] an Künstler wie Sänger, Komponisten, Musiker sowie Produktionsleiter und die Tontechnik verliehen werden. Am 13. Februar 2011 wurde die 53. Grammy-Verleihung gefeiert.

Der Grammy gilt als die höchste internationale Auszeichnung für Künstler und Aufnahmeteams. Der Preis ist von der Bedeutung vergleichbar mit dem Oscar in der Filmindustrie. Die zugehörige Trophäe ist eine Grammophonskulptur in teils goldglänzendem Design.

Für eine Auszeichnung in Frage kommen jeweils Veröffentlichungen vom Oktober des vorletzten Jahres bis einschließlich September des Vorjahres. Wurde also ein Album beispielsweise im Oktober 2002 veröffentlicht, konnte es nicht den Grammy im Jahre 2003, sondern erst 2004 erhalten. In jeder Kategorie werden von einer Jury jeweils fünf Kandidaten nominiert, bei Stimmengleichheit können sich auch mehr oder weniger Kandidaten ergeben. Im Januar werden die Nominierungslisten veröffentlicht. Die endgültigen Preisträger werden erst bei der offiziellen Verleihungszeremonie Anfang Februar bekanntgegeben.

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Weitere Auszeichnungen

Neben diesen Hauptpreisen für Aufnahmen und Werke eines bestimmten Jahres gibt es auch mehrere allgemeine persönliche Preise, der bekannteste ist der Lifetime Achievement Award, die Auszeichnung für das Lebenswerk. Daneben gibt es auch noch den Trustees Award, den Technical Grammy Award, den Grammy Legend Award und den MusiCares Person of the Year Award.

1973 wurde außerdem die Grammy Hall of Fame eingerichtet. Seitdem werden dort Lieder und Alben aufgenommen, die mindestens 25 Jahre alt sind und eine besondere qualitative oder historische Bedeutung haben.

Seit 2000 gibt es auch eine ähnliche Auszeichnung speziell für den Bereich der lateinamerikanischen Musik, den Latin Grammy.

Rekorde

Die meisten Grammys eines Einzelkünstlers erhielt der klassische Dirigent Sir Georg Solti mit 31 an ihn selbst einschließlich eines Lifetime Achievement Award sowie sechs weiterer für Tontechniker und einen für einen Solisten in seinen Aufnahmen. Da über 20 dieser Grammys für seine Aufnahmen mit dem Chicago Symphony Orchestra vergeben wurden, ist dieses die musikalische Gruppierung mit den meisten Grammys, derzeit (Stand einschließlich 2010) 60.[2] Countrymusikerin Alison Krauss ist die erfolgreichste weibliche Interpretin mit 26 Auszeichnungen, die Band mit den meisten Grammys ist U2, 22 Mal wurden sie zum Sieger gewählt.

Michael Jackson hält mit acht Grammygewinnen bei zwölf Nominierungen bei den Grammy Awards 1984 sowohl den Rekord der meisten Auszeichnungen als auch der meisten Nominierungen bei einer einzelnen Veranstaltung. Santana erhielt 2000 ebenfalls acht Grammys bei zehn Nominierungen. Die US-amerikanische Rockband Toto brachte es 1982 auf immerhin sechs Grammys und war damit genauso erfolgreich wie die beste Frau Beyoncé Knowles 2010. 10 Mal war sie in diesem Jahr nominiert worden, ebenfalls ein Spitzenplatz, den sie sich mit Lauryn Hill teilt, der das 1999 gelang.

Einzelnachweise

  1. 52st Grammy Awards Fields and Categories, abgerufen am 1. Februar 2010
  2. http://www.theglobeandmail.com/news/arts/music/for-classical-recordings-the-future-is-online/article1261874/

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