Alfred Belian

Alfred Elimar Julius Belian (* 23. August 1873 in Jodupönen/Ostpreußen; † 7. Januar 1946 in Berlin) war ein deutscher Politiker.

Leben

Alfred Belian studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Jena, wo er 1894 bei der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller aktiv wurde, und Königsberg. Er promovierte im Jahre 1898 auf demselben Gebiet zum Dr. jur. utr. in Erlangen. 1902 wechselte er von der Justiz in den Kommunaldienst. In Wittenberge wurde er zum II. Bürgermeister gewählt. Am 18. März 1903 wählten ihn die Eilenburger dann zu ihrem ersten Bürgermeister. Seine Amtseinführung erfolgte nach königlicher Bestätigung am 11. März 1904. Seinen größten politischen Erfolg hatte Belian am 1. Juni 1918, als ihm seine Bürgermeisterkollegen aus mehr als 1500 Städten das gewichtige Amt des Präsidenten des Reichsstädtebundes für zwei Jahre übertrugen. Später erhielt er dann den Titel des Oberbürgermeisters verliehen. In Eilenburg leitete Belian die Geschicke der Stadt außerordentlich erfolgreich. 1933 wurde er schließlich von dem Hitler-Regime aus seinem Amt entfernt. Aufgrund seiner langjährigen politischen Tätigkeit als Bürgermeister von Eilenburg wurde er ebenda kurz vor seinem Tod mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet. Belian hat wegen seiner herausragenden Kompetenzen als Kommunalpolitiker die Geschichte der Stadt Eilenburg nachhaltig geprägt.

In Eilenburg würdigt ihn eine Belianstraße. Außerdem wurde die Grundschule im Stadtzentrum nach ihm benannt.

Literatur

  • Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 1: A-E. Heidelberg 1996, S. 76.
  • Peter Kaupp: Belian, Alfed Elimar Julius, in: Von Aldenhoven bis Zittler, Mitglieder der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller-Jena, die in den letzten 100 Jahren im öffentlichen Leben hervorgetreten sind, Dieburg 2000
  • Deutscher Wirtschaftsverlag, AG (Hg.): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft, Band 1, Berlin, 1931

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