Alfred Sotier
Dr. Alfred Sotier

Alfred Sotier (* 21. September 1833 in Münnerstadt, Unterfranken; † 19. November 1902 in Bad Kissingen, Unterfranken) war ein deutscher Arzt.

Leben

Sotier-Grabmal
(Kapellenfriedhof, Bad Kissingen)

Sotier besuchte das Gymnasium in Münnerstadt. Sein Medizin-Studium schloss er 1858 mit dem Staatsexamen ab und eröffnete seine erste Praxis im Jahr 1859 in Aschach. Doch schon 1865 ließ er sich im Kurort Kissingen nieder (erst 1883 zum „Bad“ erhoben).

Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 war er als Zivilarzt tätig, wobei er auch mit Prof. Johann Nepomuk Nussbaum in München zusammenarbeitete. Sotier wurde vom bayerischen „Märchenkönig“ Ludwig II. persönlich bei dessen Besuch in Kissingen im Jahr 1867 für seine Kriegsdienste mit der Verleihung des Ehrentitels „Königlich bayerischer Brunnenarzt“ ausgezeichnet. Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 war Sotier als Operationsarzt tätig. Außerdem war er Bahnarzt für preußische Bahnbedienstete.

Er verfasste im Jahr 1881 das Buch „Bad Kissingen, Monographie“ und baute im Jahr 1890 in der Stadt ein Kurhaus (Sanatorium). Er wurde der beratende Arzt der deutschen Kaiserin Auguste Viktoria (1889) und der österreichischen Kaiserin Elisabeth (1897) während deren Kur in Bad Kissingen. Auch Katharina Schratt, die „heimliche Geliebte“ von Sisis Ehemann Franz Joseph I. war seine Patientin.

Sotier war Medizinalrat, Hofrat und Träger hoher Orden. Er ist der Vater seines kurärztlichen Nachfolgers Dr. Paul Sotier (1876-1950). Das Familiengrab der Sotiers befindet sich auf dem Kapellenfriedhof in Bad Kissingen.

Literatur

  • Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Ein Führer mit Kurzbiografien, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4
  • Peter Weidisch (Hrsg.): Die Frühzeit des Bades Kissingen, Seite 34, in: Bad Kissinger Museumsinformationen, Heft 2, Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2008, ISBN 3-934912-10-9

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