Almens
Almens
Wappen von Almens
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden
Bezirk: Hinterrheinw
Gemeindenummer: 3631i1f3f4
Postleitzahl: 7416
Koordinaten: (754187 / 178211)46.7372589.456246787Koordinaten: 46° 44′ 14″ N, 9° 27′ 22″ O; CH1903: (754187 / 178211)
Höhe: 787 m ü. M.
Fläche: 8,34 km²
Einwohner: 223 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.almens.ch
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Karte
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Almens ([ˈalməns]; rätoromanisch Almen [(d)ɐlmˈɛn])[2] ist ein Dorf und eine Gemeinde im Kreis Domleschg des Bezirks Hinterrhein im Schweizer Kanton Graubünden.

Inhaltsverzeichnis

Wappen und Name

Blasonierung: In Gold (Gelb) ein bewurzeltes grünes Apfelbäumchen mit drei roten Früchten (nach einem Siegel der Gemeinde).

Der Ortsname ist in einer Abschrift aus dem 16. Jahrhundert einer Urkunde aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts genannt (de Lemenne), 1156 erscheinet er als Lumins, 1222 als Luminnes, 1329 als Alminze (mit agglutinierter Präposition und Ausfall des Vokals in der folgenden Silbe). Er könnte auf den vorrömischen Personennamen Lumenno/Lumenus zurückgehen.[2]

Geographie

Almens ist ein Haufendorf auf einer leicht geneigten Terrasse über der rechten Seite des Hinterrheins im Domleschg. Vom gesamten Gemeindeareal von 836 ha sind 380 ha Wald, 283 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (meist Alpsässen), 159 ha unproduktive Fläche (meist Gebirge) und 14 ha Siedlungsgebiet.

Almens grenzt an Churwalden, Fürstenau, Paspels, Pratval, Rodels, Scharans, Trans und Vaz/Obervaz.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1803 1870 1910 1950 1970 2004
Einwohnerzahl 201* 270 205 252 133 218 *mit Pratval

Bis 1870 stieg die Einwohnerzahl stark an, stagnierte dann für ein Jahrzehnt – und ging anschliessend bis 1910 durch Abwanderung in die Industriegebiete stark zurück (1880–1910: -23,5 %). Doch erreichte sie 1941 wegen eines beständig anhaltenden Wachstums beinahe wieder die Marke von 1880. Ab 1950 folgte bis 1970 eine zweite Abwanderungswelle, die noch stärker war als die erste (1950–1970: -47 %). Bis ins Jahr 2000 wuchs die Bevölkerung wieder. Gründe dafür sind die relative Nähe zum Unterland, die Motorisierung, Pendlerbewegung statt ständige Abwanderung und der Drang der Stadtbevölkerung nach einen Wohnsitz im Grünen. Derzeit stagniert die Bewohnerzahl bei etwas über 200 Einwohnern.

Sprachen

Ursprünglich gehörte die Gemeinde zum rätoromanischen Sprachgebiet. Vor rund hundert Jahren fand der Sprachwechsel zum Deutschen hin statt. Denn während 1888 noch 66 % Romanisch sprachen, waren es 1920 nur noch 44 %. Heute ist die Gemeinde beinahe einsprachig deutsch.

Sprachen in Almens
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 158 88,27 % 185 92,50 % 208 95,85 %
Rätoromanisch 18 10,06 % 10 5,00 % 6 2,76 %
Einwohner 179 100 % 200 100 % 217 100 %

Religionen – Konfessionen

Katholische Kirche Almens

Almens gehörte zu den sogenannten gemischten Gemeinden, wo ein Teil der Bevölkerung katholisch blieb und ein Teil sich der reformierten Lehre anschloss. Heute (Stand 2000) gibt es 68 % evangelisch-reformierte und 19 % römisch-katholische Christen. Weitere 10 % der Bevölkerung sind heute konfessionslos. 2 % der Einwohnerschaft gab keine Auskunft zu ihrem Glaubensbekenntnis.

Herkunft und Nationalität

Ende 2005 hatte die Gemeinde 223 Bewohner. Von diesen waren 219 Schweizer Staatsangehörige und vier Zuwanderer. Bei der letzten Volkszählung waren 210 der Einwohner Schweizer Bürger – darunter elf Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Die wenigen Zuwanderer kommen aus Deutschland, Italien, Belgien und Portugal.

Politik

Gemeindepräsident ist Andreas Wespi (Stand 2010).

Sehenswürdigkeiten

Unter Denkmalschutz stehen die katholische Pfarrkirche St. Andreas und die evangelisch-reformierte Dorfkirche.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. a b Andres Kristol: Almens GR (Hinterrhein) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 83. Angegebene Lautschrift: [ˈalʃˌʋiːl]

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