Alois Pollmann-Schweckhorst

Alois Pollmann-Schweckhorst (* 1. Juni 1964 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Springreiter.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Alois Pollmann-Schweckhorst lebte als Kind auf dem Hof "Gut Bärbroich" bei Bergisch Gladbach. Er fand mit 12 Freude am Springreiten. Geschult und beritten gemacht vom Vater Aloys, nahm "Alo" gemeinsam mit seinem Bruder Elmar erfolgreich an nationalen und internationalen Turnieren teil. Im Alter von 21 und 22 Jahren erhielten beide ihr Goldenes Reitabzeichen.

Er hatte erste Erfolge in Nationenpreisen, Weltcupspringen und auf den Deutschen Meisterschaften der Senioren mit der Halbblutstute Frimella (aus dem Holsteiner Stutenstamm 890). Alois Pollmann-Schweckhorst besuchte parallel die Schule bis zum Erlangen des Abiturs und wurde anschließend Profispringreiter bei Herrn Kappel in Senden, während Bruder Elmar den elterlichen Zucht- und Ausbildungsbetrieb übernahm.

Nach zwei Jahren wechselte Alois Pollmann-Schweckhorst zu Hans Günter Winkler nach Warendorf. Doch obwohl er seine drei erfolgreichsten Pferde mitnehmen konnte, erlebte er dort seinen sportlich absoluten Nullpunkt. Nach zwei Jahren Training durch Winkler sah er sich nicht mehr in der Lage, vernünftig durch ein L-Springen reiten zu können.

In Folge bekam er eine neue Chance durch Paul Schockemöhle. Hier musste er sich zwar wieder von unten hoch dienen, doch gewann er nach ein paar Monaten bereits seinen ersten Nationenpreis in Modena, gemeinsam mit Franke Sloothaak und Ludger Beerbaum. Von dort ging es zur Familie Hauser, wo er auf Banghui del Follee u.a. die Weltcupspringen in Washington und New York und mit Giulietta den Großen Preis von Neumünster gewinnen konnte. Danach machte er sich auf der Anlage von German Schneider in Tholey selbstständig. Mit Power Light fand er wieder Anschluss an die internationale Spitze, unter anderem mit dem erneuten Gewinn des Großen Preises von Neumünster und dem Reserveplatz in der Deutschen Mannschaft auf den Europameisterschaften in Mannheim. Doch auch im Saarland sollte er keine Wurzeln schlagen: Er bekam ein Angebot des Warsteiner Brauereiinhabers Albert Cramer. Nachdem er nach Warstein gegangen war, wurde er sehr erfolgreich mit dem vom Vater gezüchteten "Aperio", der Stute Candy aus dem Besitz von Hans-Helmut Bauer sowie dem von Elmar gezüchteten Wallach Diamonds Daylight.

Pollmann-Schweckhorst ist verheiratet und hat zwei Kinder. 2007 zog er mit seiner Familie in Mühlen im Oldenburger Münsterland auf der Anlage von Paul Schockemöhle. Auf dem Hengst "Chacco Blue" gewann er u.a. 2010 auf den Deutschen Meisterschaften in Balve die Bronzemedaille. Im Oktober 2010 verließ er Mühlen erneut und zog auf Wunsch von Albert Cramer wieder nach Warstein.[1]

Er war im Jahr 2010 Mitglied des deutschen B-Kaders der Springreiter.[2] Da seine bisherigen Erfolgspferde im Stall Schockemöhle verblieben, wurde Pollmann-Schweckhorst mit Aufstellung der neuen Kader 2011 aus diesen gestrichen.[3]

Pferde

ehemals

Erfolge

  • Deutsche Meisterschaften
    • 2. Platz: 2008 mit Lord Luis
    • 3. Platz: 2010 mit Chacco-Blue
    • 7. Platz: 1992, 1997
    • 8. Platz: 1990
    • 9. Platz: 1998
    • 10. Platz: 1993
  • Deutsches Championat der Berufsreiter
    • Gold: 2004
  • Europameisterschaften - Junge Reiter
    • Bronze (Mannschaft): 1985
  • Deutsche Meisterschaften - Junge Reiter
    • Silber: 1983
    • 4. Platz: 1984
    • 8. Platz: 1985

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alois Pollmann-Schweckhorst kehrt mit seiner Familie ins Warsteiner Reitsportzentrum zurück, horseweb.de, 14. September 2010
  2. Übersicht der deutschen Kader Springreiten
  3. Bundeskader Springen 2011 aufgestellt, 26. Januar 2011
  4. FEI-Pferdedatenbank: Cardiolan
  5. FEI-Pferdedatenbank: Chacco-Blue
  6. FEI-Pferdedatenbank: Lord Luis
  7. FEI-Erfolgsdatenbank Pferde: Lord Luis
  8. FEI-Pferdedatenbank: Candy 195
  9. FEI-Kurzbiografie: Alois Pollmann-Schweckhorst

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Liste der Biografien/Pok–Pon — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • CSI Neumünster — Das CSI Neumünster (vollständige Bezeichnung: CSI***/CDI W Neumünster, nach dem Hauptsponsor als VR Classics bezeichnet) ist ein internationales Spring und Dressurreitturnier, das seit 1951, immer im Februar, in den Holstenhallen in Neumünster… …   Deutsch Wikipedia

  • Show Jumping World Cup — The FEI World Cup Show Jumping Final, is an annual international competition among the world’s best show jumping horses and riders. The series, created in 1978, today comprises 14 leagues on all continents. The best riders from 132 preliminary… …   Wikipedia

  • Sauerland — Basisdaten Sauerland Bundesländer: Nordrhein Westfalen, Hessen Regierungsbezirke: Arnsberg, Kassel Höchster Punkt: 843,2 m ü.  …   Deutsch Wikipedia

  • Lars Nieberg — am 23. März 2011 in Zwickau …   Deutsch Wikipedia

  • Oldenburger Landesturnier — Das Logo Das Oldenburger Landesturnier ist eines der größten Reitturniere in Europa. Das Turnier wird jährlich im Rasteder Schlosspark ausgerichtet und endet immer am vierten Sonntag im Juli. Ausrichter ist der Renn und Reitverein Rastede. Wegen… …   Deutsch Wikipedia

  • May 2010 in sports — << May 2010 >> S M T W T F …   Wikipedia

  • Aaron Vale — (* 6. November 1968 in Texas) ist ein US amerikanischer Springreiter. Inhaltsverzeichnis 1 Karriere 2 Pferde 3 Rekorde 4 Erfolge …   Deutsch Wikipedia

  • Andreas Kreuzer — Medaillenspiegel Andreas Kreuzer mit Chacco Blue Springreiten Deutschland …   Deutsch Wikipedia

  • Baltic Horse Show — Die Baltic Horse Show ist ein internationales Reitturnier, das jeweils Ende des Jahres in der Ostseehalle in Kiel stattfindet. Inhaltsverzeichnis 1 Das Turnier 1.1 Programmaufbau 2 Ergebnisse 2.1 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”