Jeanine Meerapfel

Jeanine Meerapfel

Jeanine Meerapfel (* 14. Juni 1943 in Buenos Aires, Argentinien) ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Film-Dozentin argentinischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Jeanine Meerapfel wuchs in Argentinien als Tochter deutsch-jüdischer Einwanderer auf. Sie besuchte von 1961 bis 1964 die Journalistenschule in Buenos Aires und arbeitete als Redakteurin und freie Journalistin. 1964 kam sie nach Deutschland und studierte mit einem Stipendium des DAAD von 1964 bis 1968 am Institut für Filmgestaltung der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Von 1970 bis 1980 arbeitete Meerapfel als Filmkritikerin und führte Filmseminare in Ulm und an verschiedenen Goethe-Instituten durch.[1] 1981 hatte sie ihr Spielfilm-Debüt mit Malou, dem bis 2001 zehn Filme folgten. 1984 war sie Mitglied der Jury der Berliner Filmfestspiele. 1990 erhielt Meerapfel eine Professur (mit dem Schwerpunkt Regie von Dokumentar- und Spielfilmen) an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, wo sich seit 2002 auch ihr schriftliches Archiv befindet.[2]

2011 drehte sie in Frankfurt am Main den Spielfilm Der deutsche Freund, eine deutsch-argentinische Koproduktion, die Anfang 2012 ins Kino kommen soll.[3]

Filme (Auswahl)

  • Abstand (Kurzfilm, 1966)
  • Am Ama am Amazonas (1969; 1980)
  • Im Land meiner Eltern (Dokumentarfilm, 1981)
  • Malou (1981) – Kamera: Michael Ballhaus, Musik: Peer Raben
  • Solange es Europa noch gibt – Fragen an den Frieden (1984)
  • Die Kümmeltürkin geht (1985)
  • Die Verliebten (1987)
  • La Amiga (1988)
  • 13 Minuten vor zwölf in Lima (TV, 1989)
  • Desembarcos (1989)
  • Im Glanze dieses Glückes (1990)
  • Amigomío (1994)
  • Zwickel auf Bizyckel (1969/70; 1998) von Eppelwoi Motion Pictures
  • Annas Sommer (2001)
  • Der deutsche Freund, (2011)

Auszeichnungen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Biografie von Jeanine Meerapfel beim Deutschen Filmhaus
  2. Jeanine-Meerapfel-Archiv Bestandsübersicht auf den Webseiten der Akademie der Künste in Berlin.
  3. Es hat ja mit mir zu tun, in: FAZ vom 25. Mai 2011, Seite38

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