Amt Oerlinghausen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Oerlinghausen
Amt Oerlinghausen
Deutschlandkarte, Position des Amtes Oerlinghausen hervorgehoben
51.9666666666678.6666666666667
Basisdaten (Stand 1932)
Bestandszeitraum: 1746–1932
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Einwohner:

9.894 (01.12.1910)

Amtsgliederung: 13 Gemeinden

Das Amt Oerlinghausen ist ein ehemaliges Amt in der ehemaligen Grafschaft und späterem Fürstentum Lippe mit Sitz in Oerlinghausen. Das Gebiet erstreckte sich im Wesentlichen auf die Gebiete der heutigen Stadt Oerlinghausen und der Gemeinde Leopoldshöhe und liegt heute im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Geschichte

In der Grafschaft Lippe wurde im Jahr 1746 die bisherige Vogtei Oerlinghausen zum Amt Oerlinghausen erhoben und damit zur untersten Verwaltungsinstanz. Bis dahin gehörte das Gebiet zum Amt Detmold. Ab 1879 bildete das Amt zusammen mit dem Amt Schötmar das Verwaltungsamt Schötmar. 1926 erhielt die Gemeinde Oerlinghausen Stadtrechte und wurde zur zehnten amtsfreien Stadt in Lippe. Bis 1928 hatte das Amt staatliche Verwaltungsaufgaben zu erfüllen, dann kamen auch kommunale Selbstverwaltungsangelegenheiten hinzu.

1927 wurde das Verwaltungsamt Schötmar in Landratsamt Schötmar umbenannt und zum 1. April 1932 im Zuge der Kreisreform in Lippe schließlich aufgelöst. Das Gebiet des Landratsamts (und damit ebenfalls das Gebiet des Amts Oerlinghausen) wurde mit dem Gebiet des ebenfalls aufgelösten Landratsamts Brake sowie den amtsfreien Städten Oerlinghausen, Barntrup und Schötmar zum neuen Kreis Lemgo zusammengeschlossen. Der Kreis Lemgo bildete fortan unmittelbar die unterste Verwaltungsbehörde.[1]

Die Aufgaben der Justiz wurden seit 1879 vom Amtsgericht Oerlinghausen übernommen.

Amtsgliederung und Einwohner (1. Dezember 1910)[2]

  1. Asemissen, 418
  2. Bechterdissen, 467
  3. Meierei Dahlhausen, 87 (im Gemeindeverzeichnis 1885 als Domäne Dahlhausen bezeichnet)
  4. Rittergut Eckendorf, 84
  5. Greste, 1.197
  6. Hovedissen, 1.865 (im Gemeindeverzeichnis 1885 als Gemeinde Hardissen bezeichnet)
  7. Rittergut Hovedissen, 64 (im Gemeindeverzeichnis 1885 als Teil der Gemeinde Hardissen bezeichnet)
  8. Mackenbruch, 451
  9. Rittergut Niederbarkhausen, 316
  10. Oerlinghausen, 2.774
  11. Senne, 460
  12. Währentrup, 826
  13. Wellentrup, 885

Einzelnachweise

  1. Westfalischer Archivtag am 25. und 26. Mai 1976 in Blomberg -Protokoll und Referate. In: Westfälischen Landesamt für Archivpflege (Hrsg.): Archivpflege in Westfalen und Lippe. Nr. 8. Juli 1976.
  2. gemeindeverzeichnis.de

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