Andreas Baesler

Andreas Baesler (* 1960) ist ein deutscher Musiktheater- und Schauspielregisseur.

Leben

Nach einem Studium der Publizistik und Deutschen Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolvierte Baesler die Regieklasse der Folkwangschule in Essen, die er 1985 verließ, um als Hospitant und später als Assistent an die Münchner Kammerspiele zu wechseln.

Baesler arbeitete als Spielleiter von 1987-89 am Stadttheater Ulm und von 1990-1993 an der Brüsseler Nationaloper „La Monnaie“ unter der Direktion von Gerard Mortier, wo er als Assistent von Herbert Wernicke, Karl-Ernst und Ursel Hermann, sowie Peter Mussbach tätig war. Es folgten Engagements als freier Regisseur, als Direktoriumsmitglied des Luzerner Theaters (1996-1999), als Operndirektor am Volkstheater Rostock (2000-2002), sowie als Chefregisseur am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen (2004-2008).

Baesler hat seit 1982 etwa 120 Inszenierungen im Musik- und Sprechtheater, darunter eine Reihe von Ur- und Erstaufführungen geschaffen. Er ist als Gast tätig, an der Hamburgischen Staatsoper, dem Nationaltheater Mannheim, dem Aalto-Theater in Essen, den Staatstheatern Braunschweig und Oldenburg, den Opernhäusern von Frankfurt/M., Augsburg, Erfurt, Freiburg, Krefeld, Münster und Weimar, den österreichischen Landestheatern in Innsbruck und Linz, dem Theater Klagenfurt, der Opéra de Nancy, der Opéra du Rhin Strasbourg, dem Grand Théâtre de la Ville und dem Théâtre du Capucins in Luxembourg, dem Teatro Liríco Nacional de Cuba in Havanna, sowie der Canadian Opera Company in Toronto. Außerdem inszenierte Baesler bei der RuhrTriennale, den Internationalen Musikfestwochen Luzern, Musik&Theater Saar, sowie im Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Auszeichnungen

Andreas Baesler erhielt in der Spielzeit 2005/2006 den Theater Oscar der Rheinischen Post als Publikumspreis für die beste Musiktheater-Produktion (Tod in Venedig von Benjamin Britten). In der Spielzeit 2006/2007 wurde ihm der Gelsenkirchener Theaterpreis verliehen.

Weblinks


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