Anopisthographon

Anopisthographon ist ein Fachausdruck der Papyrologie.

Zusammengesetzt aus den griechischen Bestandteilen an- ‚un-’, opisthen ‚von hinten’ und graphein ‚schreiben’ bezeichnet er ein Papyrusdokument, das rückwärtig unbeschrieben ist. Papyrus war ein wertvoller Beschreibstoff. Um diesen nicht zu verschwenden, wurde oft neben der gut beschreibbaren Vorderseite einer Papyrusrolle (recto), wo die Schrift mit der Faser verläuft, auch die weniger gut beschreibbare Rückseite (verso) als Schriftträger genutzt, wo die Schrift quer zur Faser verläuft; in diesem Fall spricht man von einem Opisthographon. Beide Begriffe können auch auf einseitig bzw. zweiseitig beschriebenes Pergament angewendet werden.

Quellen

  • Severin Corsten, Günther Pflug und Adolf Friedrich Schmidt-Künsemüller (Hrsg.): Lexikon des gesamten Buchwesens. Bd. 1. Zweite, völlig neubearbeitete Auflage. Hiersemann, Stuttgart 1987, ISBN 3-7772-8721-0
  • Helmut Glück (Hrsg): Metzler-Lexikon Sprache. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01519-X

Siehe auch


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