Antonia Reininghaus

Antonia Reininghaus (* 1954 in Graz; † Oktober 2006 ebenda) war eine österreichische Schauspielerin.

Anfang der 1980er Jahre galt die Erbin einer österreichischen Brau-Dynastie als eine der größten Schauspielentdeckungen des deutschen Films. Obwohl sie die Schauspielschule vorzeitig verlassen hatte, gab ihr der Regisseur Bernhard Wicki ihre erste Kinorolle in Die Eroberung der Zitadelle. Bis dahin hatte sie bereits große Erfolge am Grazer Schauspielhaus gefeiert.

Antonia Reininghaus war Anfang der 1980er Jahre mit dem deutschen Schauspieler Jürgen Prochnow liiert, den sie 1978 bei Dreharbeiten kennenlernte. Sie vergiftete die gemeinsame, damals siebenjährige Tochter Johanna im November 1987 und unternahm anschließend einen Selbstmordversuch. Reininghaus soll zeitweise unter schweren Depressionen gelitten haben und stark medikamenten- und drogensüchtig gewesen sein. Eine Gefängnisstrafe musste sie aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens nicht antreten. Sie lebte seither zurückgezogen und starb 2006.

Antonia Reininghaus war mit der späteren Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek befreundet, mit der sie auch beruflich zusammenarbeitete.

Filmografie

  • 1974/75: Die Eroberung der Zitadelle
  • 1976/77: Der Mädchenkrieg
  • 1978/79: Theodor Chindler (TV-Serie)
  • 1979/80: Soweit das Auge reicht
  • 1986: Losberg (TV-Serie)

Weblinks


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