Apianus (Mondkrater)
Eigenschaften
Breite 26,9° S
Länge 7,9° O
Durchmesser 63 km
Tiefe 2,08 km
Selenografische Länge 356° bei Sonnenaufgang
Benannt nach Petrus Apianus

Apianus ist ein Einschlagkrater im südlichen Zentralhochland des Mondes. Der Krater liegt nordöstlich von Aliacensis und nordwestlich von Poisson. Am nordwestlichen Rand grenzt unmittelbar Krusenstern an.

Der äußere, insbesondere nordöstliche Rand des Kraters ist durch weitere Einschläge geformt und mit mehreren kleinen Kratersenken überzogen. Der südöstliche Rand zeigt Spuren von Erosion. Der Zentralkrater hat einen mittleren Durchmesser von 63 Kilometern und eine mittlere Tiefe von 2080 Metern.[1] Die Kratersenke am südöstlichen Rand, Apianus B, ist Teil einer Gruppe aneinander angrenzender Senken, die Apianus T und Apianus U umfassen. Der innere Grund des Zentralkraters ist nahezu glatt, leicht konvex gewölbt und ohne Erhebung. Die ebene Oberfläche wird nur von kleineren Einschlägen durchbrochen.[2]

Zu Apianus gehören eine Vielzahl weiterer Krater und Kratersenken der Umgebung.

Der Krater stammt aus der nektarischen Epoche vor ungefähr 3,92 bis 3,85 Mrd. Jahren.[1]

Apianus ist nach dem deutschen Renaissance-Gelehrten Petrus Apianus benannt.[1] Der Name gilt offiziell seit 1935 als internationaler Standard und ist bei der Internationalen Astronomischen Union (IAU) eingetragen.[3]

Angrenzende Krater

Normalerweise findet man auf Mondkarten den Buchstaben auf der Seite des Kratermittelpunktes, welche am nächsten an Apianus liegt.

Apianus Breite Länge Durchmesser
A 25,7° S 6,6° O 14 km
B 27,4° S 9,0° O 10 km
C 28,1° S 10,5° O 20 km
D 26,1° S 10,7° O 35 km
E 28,8° S 8,2° O 9 km
F 28,1° S 6,4° O 6 km
G 28,1° S 7,7° O 5 km
H 28,1° S 8,7° O 7 km
J 26,3° S 8,6° O 7 km
K 27,4° S 9,3° O 7 km
L 29,1° S 10,9° O 5 km
M 24,7° S 10,3° O 7 km
N 28,8° S 9,9° O 4 km
P 25,2° S 9,2° O 40 km
R 25,7° S 8,9° O 13 km
S 25,6° S 8,5° O 8 km
T 27,7° S 9,5° O 12 km
U 27,9° S 9,0° O 16 km
V 25,3° S 10,5° O 3 km
W 25,5° S 7,4° O 9 km
X 28,3° S 7,1° O 3 km

Einzelnachweise

  1. a b c Autostar Suite Astronomer Edition. CD-ROM. Meade, April 2006.
  2. Antonín Rükl: Atlas of the Moon. Kalmbach Books 1990, ISBN 0-913135-17-8
  3. M. A. Blagg, K. Müller, W. H. Wesley, S. A. Saunder, J. H. G. Franz: Named Lunar Formations. London: Percy Lund, Humphries & Co. Ltd. 1935

Weblinks


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