Apothekerskink
Apothekerskink
Apothekerskink (Scincus scincus)

Apothekerskink (Scincus scincus)

Systematik
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Teilordnung: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Skinke (Scincidae)
Gattung: Scincus
Art: Apothekerskink
Wissenschaftlicher Name
Scincus scincus
Linnaeus, 1758

Der Apothekerskink (Scincus scincus) ist eine Echse und gehört zu der Familie der Skinke (Scincidae).

Namensgebend war die Heilwirkung, die der Echse im Altertum gegen verschiedene Krankheiten und Gebrechen zugeschrieben wurde. Die Echse wurde pulverisiert oder zur Asche verbrannt und in Apotheken verkauft. Die Araber nutzten das Pulver als Aphrodisiakum. Im alten Ägypten wurde die Echse einbalsamiert und den Mumien als Grabbeigabe in die Gräber gelegt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Sie kommt in Nordafrika und Saudi-Arabien vor und bewohnt dort Wüsten wie die Sahara.

Lebensweise

Wegen ihrer Fortbewegungsart, die dem Schwimmen eines Fisches im Wasser ähnelt, bekam sie den Beinamen Sandfisch, vgl. jedoch BKL. Sie lebt auf dem Sand und im Sand. Bei starken Temperaturen flüchtet sie in kühlere Zonen im Sand. Aber auch auf der Flucht vor Feinden wie dem Wüstenwaran oder der Diademnatter wühlt sie sich blitzschnell in den Sand. Die enorm schnelle Bewegung unter dem Sand wird durch spezielle Eigenschaften der Schuppen ermöglicht (Sandfischeffekt). Ihrer Beute lauert der Apothekerskink oft dadurch auf, dass sie sich im Sand eingräbt und bei Erschütterungen eines Beutetieres hervorschnellt und sich das Beutetier schnappt.

Merkmale

Die Echse erreicht eine Größe von ungefähr 20 Zentimetern. Sie verfügt über sehr glatte Schuppen, in deren Zwischenräume keine Sandkörner eindringen können und die die Reibung beim „Schwimmen“ im Sand reduzieren. Außerdem hat die Haut der Echse eine sehr große Reibungsfestigkeit. Die Augen und Nasenöffnungen sind verschließbar. Sie ist hervorragend getarnt durch die rötlich-gelbe bis braungelbe Färbung, die dem Sand ähnelt. Ihre Schnauze ist keilförmig abgeflacht. Zusätzlich sind zwischen ihren „Zehen“ Fransenschuppen (ähnlich wie beim Europäischen Fransenfinger) angebracht, die ihr das Graben erleichtern und mit denen sie besser Halt finden kann. Beides ermöglicht ihr, sehr schnell in den Sand zu tauchen.

Ernährung

Sie ernähren sich unter anderem von Käfern, Spinnen und Heuschrecken.

Fortpflanzung

Das Männchen setzt sich auf den Rücken des Weibchens und beißt sich in ihrem Nacken fest. Mit seinem Schwanz schiebt es den Schwanz des Weibchens nach oben und bringt seine Kloake an die des Weibchens. Die Paarung findet dabei in Bewegung statt und kann einige Sekunden bis zu zwei oder drei Minuten dauern. Sandfische legen bei Terrarienhaltung wenige Wochen nach der Paarung 2–10 Eier in den Sand. Sie werden allerdings in der deutschen Literatur häufig als lebendgebärend beschrieben.

Weblinks

 Commons: Apothekerskink – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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