Arbeiter-Ersatzkassen-Verband

Der Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e. V. (AEV) war ein freiwilliger Zusammenschluss der Arbeiter-Ersatzkassen mit Sitz in Siegburg.

Aufgaben

Hauptaufgaben des Verbandes waren u. a.

  • die Vertretung der Interessen der Mitgliedskassen in der Öffentlichkeit und gegenüber dem Gesetzgeber
  • das Führen von Verhandlungen mit den Leistungserbringern (Ärzte, Apotheken u. s. w.) im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung und
  • die Beratung der angeschlossenen Krankenkassen hinsichtlich ihrer Aufgabenwahrnehmung.

Der AEV fungierte als einer der Spitzenverbände der Krankenkassen im Sinne des Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V).

Geschichte

Gegründet wurde der Verband im Jahre 1938, damals noch unter der Bezeichnung „Verband freier Krankenkassen“. Seit dem Jahre 1957 oblag die Geschäftsführung des Verbandes dem Vorstand des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), wodurch der AEV jedoch nicht seine rechtliche Selbständigkeit eingebüßt hatte.

Durch den Austritt der KEH Ersatzkasse zum 1. Januar 2008 (wegen Fusion mit der BKK Mobil Oil) befand sich der AEV seitdem in Abwicklung, da ein eingetragener Verein aus mindestens drei Mitgliedern bestehen muss.

Die beiden verbliebenen Krankenkassen Gmünder ErsatzKasse GEK und HZK fusionierten am 1. Juli 2008. Das hatten die Verwaltungsräte der beiden Krankenkassen am 6. März 2008 in Bremen beschlossen.

Zum 31. Dezember 2008 löste sich der AEV auf. Das letzte Mitglied, die GEK, wurde zum 1. Januar 2009 Mitglied im Verband der Ersatzkassen (vdek), dem bisherigen VdAK.

Weblinks


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