Zaberns Bildbände zur Archäologie


Zaberns Bildbände zur Archäologie

Zaberns Bildbände zur Archäologie ist eine populärwissenschaftliche archäologisch-kulturgeschichtlich ausgerichtete Sachbuchreihe des Verlages Philipp von Zabern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Reihe

Diverse Bände der Reihe

Zunächst wurden die Bildbände, nachdem der Zabern-Verlag im Jahre 1989 die Zeitschrift Antike Welt übernommen hatte, als Hardcoverausgaben der Sonderbände der Antiken Welt veröffentlicht. Inhaltlich waren beide Reihen identisch, wobei ein massiver Preisvorteil bei den Sonderheften lag. Erster Band war 1992 Leo Trümpelmanns Zwischen Persepolis und Firuzabad. Gräber, Paläste und Felsreliefs im alten Persien, das etwa ein Jahr nach dem Sonderheft erschien. Zunächst wurden die Bände fortlaufend nummeriert, später wurde auf die Nummerierung vollständig verzichtet.

Mitte der 1990er Jahre wurde die Trennung zwischen Sonderheften und Bildbänden immer mehr aufgegeben. Die Sonderhefte wurden nun ebenfalls als Hardcover veröffentlicht. Eine Zeit lang behielt der Verlag noch einen kleinen Unterschied bei, indem die teureren Bildbände mit einem Schutzumschlag versehen waren, während auf den Sonderheften nur das Motiv des Schutzumschlages aufgedruckt war. Zuletzt verwischten jedoch auch diese Unterscheidungen zusehends, auch wenn die Bände in der Titelei immer noch den Hinweis "Sonderband der ANTIKEN WELT" tragen.

Themen

Die Bildbände umfassen alle Bereiche der Archäologie, aber auch die Kulturgeschichte. Dabei können Bücher einzelne Städte oder Landschaften portraitieren (Petra, Garamanten, Latmos, Troia), einzelne archäologischen Themen (Artemision von Ephesos, Koloss von Rhodos), Museen und Sammlungen vorstellen (Albertinum, Saalburgmuseum, Roemer- und Pelizaeus-Museum) oder sich thematisch einer bestimmten Sache widmen (Salben und Schminken in der Antike, Erotik in der Antiken Kunst, Massenunterhaltung im antiken Rom, das archaische Wasserleitungsnetz für Athen, Unterwasserarchäologie). Möglich ist auch, dass sich einzelne Bände (meist archäologisch) bestimmten antiken Personen nähern (Nefertari, Hannibal, Trajan, Hadrian). Auch Bände zu den Jubiläen des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Orient-Gesellschaft erschienen in der Reihe. Von 1999 bis 2009 erschien zudem die Unterreihe Orbis provinciarum, die sich mit den einzelnen Provinzen des Römischen Reiches beschäftigte.

Wissenschaftlichkeit

Die Bücher sind meist allgemeinverständlich geschrieben und richten sich an Studenten und Laien. Früher gehörten auch Wissenschaftler zur Zielgruppe; manche Bände sind heute noch die einzigen Aufarbeitungen bestimmter archäologischer Themengebiete im deutschsprachigen Raum.

Die Autoren sind immer noch größtenteils ausgewiesene Fachleute in ihrem Themengebiet. Dennoch wurde mit der optischen Überarbeitung der Reihe Mitte der 2000er Jahre die Wissenschaftlichkeit zugunsten einer populärwissenschaftlichen Ausrichtung aufgegeben, wie an einem weitgehenden Fortlassen von Belegen durch Fußnoten zu ersehen ist.

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