Hompesch (Adelsgeschlecht)


Hompesch (Adelsgeschlecht)
Wappen Familie von Hompesch, Wappenfenster im Treppenhaus auf Schloss Krickenbeck

Hompesch ist der Name eines alten jülisch-bergischen bzw. niederrheinischen Adelsgeschlechts, das mit Sibido Hompesch im Gefolge des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel im Jahr 1166 urkundlich (Kölner Geleitsregister) erscheint und dessen direkte Stammreihe mit Heinrich von Hompesch um 1450, Gutsherr auf Wachendorf und Tetz begann. Die Familie, die Generäle und Minister von den Niederlanden bis Bayern stellte, ist mit dem Tod des deutschen Reichstagsabgeordneten Alfred Polycarp von Hompesch (1826-1909) erloschen.

Inhaltsverzeichnis

Ahnenstamm Hompesch

Stammwappen

In Rot ein ausgezacktes silbernes Andreaskreuz. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silbern gestulpter roter Hut, aus dem zwei gegen einander gestellte geharnischte Beine hervorwachsen.

Zweig Hompesch-Bollheim

Adelserhebungen

Wappen von 1822

Wie das Stammwappen. Schildhaupt: Zwei einwärts sehende goldene Löwen.

Zweig Hompesch-Rurich

Adelserhebungen

  • Reichsgrafenstand mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“, Wappenbesserung und privilegium adoptandi am 10. Juli 1706 in Wien für Reinier Vincent Freiherr von Hompesch als kaiserlicher Feldmarschallleutnant.
  • Reichsgrafenstand mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“ und Wappenmehrung am 6. November 1745 in Wien für des oben genannten Großneffen Friedrich Wilhelm Freiherr von Hompesch, Gutsherr auf Rurich.
  • Preußische Anerkennung des Grafenstandes am 13. März 1827 für den königlich bayerischen Kämmerer Ludwig Graf von Hompesch-Rurich, Gutsherr auf Rurich.
  • Aufnahme in den niederländischen Adel am 15. Juli 1868 für den königlich niederländischen Kammerherrn Adolph Graf von Hompesch-Rurich.

Wappen von 1745

Geviert; 1 und 4 in Schwarz die alte deutsche Kaiserkrone, 2 und 3 das Stammwappen. Auf dem Helm mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken wie beim Stammhelm. Der Wappenschild liegt auf zwei geschrägten Fahnen an goldenen Stangen mit silbernen Spitzen, die rechte mit dem Schildbild von 1 und 4, die linke mit dem Schildbild von 2 und 3 belegt.

Zweig Hompesch-Heyden

Kaiserliche Bestätigung der testamentarischen Übertragung des Reichsgrafenstands mit der Anrede „Hoch- und Wohlgeboren“ am 27. Juli 1767 in Wien für Vincent Gustav Freiherr von Hompesch-Heyden aus dem westfälischen Adelsgeschlecht von Heyden, Großneffe des kaiserlichen Feldmarschallleutnants Reinier Vincent Freiherr von Hompesch, gemäß privilegium adoptandi (siehe hierzu: Zweig Hompesch-Rurich).

Literatur

Weblinks

 Commons: Hompesch (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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