Ján Michalko

Ján Michalko

Ján Michalko (* 1912 in Važec; † 1990 in Bratislava) war ein slowakischer evangelischer Theologe, Generalbischof, Hochschullehrer und Friedensaktivist.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Michalko studierte nach dem Erwerb seiner Hochschulreife Evangelische Theologie. Seine akademische Tätigkeit setzte er fort und erwarb mit einer Dissertation über ein kirchengeschichtliches Thema den theologischen Doktorgrad. In seiner Kirche, der Evangelischen Kirche A.B. in der Slowakischen Republik wurde er zum Pfarrer ordiniert, wurde später Bischof und nach einigen Jahren zum Generalbischof seiner Kirche berufen. Dieses Amt hatte er von 1970 bis 1990 inne. Im Jahre 1973 unterzeichnete er für seine Kirche die Leuenberger Konkordie über die Abendmahlsgemeinschaft.

Nach dem beschlossenen Gesetz über die Theologischen Fakultäten wurde er zum Dekan seiner Fakultät ernannt, die im Jahre 1953 von Bratislava nach Modern/Modra verlegt wurde.[1]

Michalko bekam über den Kontakt zu Josef Hromádka Zugang zur Christlichen Friedenskonferenz, in der er seit ihrer Gründung mitwirkte. Seit 1971 war ein Mitglied ihres Arbeitsausschusses. Mit Vorträgen, Bibelarbeiten und Artikeln trat er für ein deutliches Friedenszeugnis der Kirchen ein.

Bischof Michalko gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Martin-Niemöller-Stiftung, die 1974 ins Leben gerufen wurde.[2]

Ehrungen

Michalko wurde die Würde eines Ehrendoktors der Theologie zuteil.

Werke

  • Výber zo spisov, Luther, Martin. - Bratislava : Vydavatel'stvo Vesna, 1990, 2. vyd.
  • Geobotanische Karte der Karpaten. Magic, Dezider. - Bratislava : Vydavatel'stvo Slovenskej Akadémie Vied, 1966

Einzelnachweise

  1. http://www.univie.ac.at/etf-alt/somef/Bratislava/gschichte.htm
  2. http://www.martin-niemoeller-stiftung.de/2/geschichte/a35_print

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужен реферат?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ján — ist eine slowakische Form des männlichen Vornamens Johannes.[1] Namensträger Ján Babjak (* 1953), Metropolit der griechisch katholischen Kirche in der Slowakei Ján Čapkovič (* 1948), slowakischer Fußballspieler Ján Čarnogurský (* 1944),… …   Deutsch Wikipedia

  • Czechoslovakia at the 1972 Winter Olympics — Czechoslovakia at the Olympic Games Flag of Czechoslovakia – Flag bearers …   Wikipedia

  • Christliche Friedenskonferenz — (CFK) Zweck: Vereinigung von Christen und Kirchen zur Beförderung von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung Vorsitz: Präsident Gründungsdatum: 1958 Mitgliederzahl: protestantische und orthodoxe Kirchen sozialistischer Staaten,… …   Deutsch Wikipedia

  • Nekrolog 1990 — Nekrolog ◄ | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | ► | ►► Weitere Ereignisse | Nekrolog (Tiere) | Filmjahr 1990 Dies ist eine Liste im Jahr 1990 verstorbener… …   Deutsch Wikipedia

  • Cross-country skiing at the 1972 Winter Olympics — The 1972 Winter Olympic Games cross country skiing results. Contents 1 Men s events 1.1 15 km 1.2 30 km 1.3 50 km 1.4 …   Wikipedia

  • Czechoslovakia at the 1976 Winter Olympics — Czechoslovakia at the Olympic Games Flag of Czechoslovakia – Flag bearers …   Wikipedia

  • Olympische Winterspiele 1972/Ski Nordisch — Die Sprungschanze in Sapporo Bei den XI. Olympischen Spielen 1972 in Sapporo wurden zehn Wettbewerbe im nordischen Skisport ausgetragen. Neben olympischen Medaillen wurden bei de …   Deutsch Wikipedia

  • Važec — Wappen Karte …   Deutsch Wikipedia

  • Čeľovce — (Village) Administration Pays  Slovaquie …   Wikipédia en Français

  • Czechoslovakia national basketball team — The Czechoslovakian national basketball team was the basketball side that represented Czechoslovakia in international competitions. After the Dissolution of Czechoslovakia in 1993, the Czech Republic and Slovakia set up their own national teams.… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”