François Pinault


François Pinault
Dominique de Villepin (links), François Pinault (Mitte) und Emmanuel Cueff

François Pinault (* 21. August 1936 in Champs-Géraux, Côtes-d’Armor) ist ein französischer Unternehmer und Kunstsammler. Das Kunstmagazin ArtReview wählte ihn im Jahr 2007 auf den ersten Platz der Liste der hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Zeitgenössischen Kunst.[1]

Seine Firmengruppe PPR (Pinault-Printemps-Redoute), die seit 2005 sein Sohn François-Henri Pinault führt, ist vor allem im Luxusgüter- und Lebensmittel-Handel engagiert. Zu dieser Gruppe gehören die Marken: Gucci, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta, die Pariser Luxuskaufhäuser Printemps-Redoute, darunter das Kaufhaus Le Printemps in Paris, die Möbelgruppe Conforama und die Elektromarktkette Fnac.

Des Weiteren besitzt der Milliardär das berühmte Weingut Château Latour in Pauillac bei Bordeaux, eines der bekanntesten Weingüter der Erde und den Fußballklub Stade Rennes, der zurzeit in der Ligue 1 spielt.

Pinault konkurriert scharf mit dem Chef der anderen französischen Luxusgüter-Gruppe LVMH, Bernard Arnault.

Kunstsammler

Palazzo Grassi, Canal Grande, Venedig

Außerdem besitzt Pinault eine der größten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst mit Werken unter anderem von Andy Warhol, Mark Rothko, Jeff Koons und Damien Hirst. Von dem Plan, auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Firma Renault in Boulogne-Billancourt bei Paris ein Museum für diese Sammlung zu bauen, nahm François Pinault aufgrund extrem langwieriger Verhandlungen und hoher Auflagen seitens der französischen Behörden schließlich wieder Abstand. Er erwarb in Venedig den am Ufer des Canal Grande gelegenen Palazzo Grassi und ließ diesen von dem japanischen Architekten Tadao Ando zum Museum umbauen. Die Eröffnung fand am 30. April 2006 statt. Weitere Werke aus seiner Sammlung werden seit dem 6. Juni 2009 in der Punta della Dogana, dem ehemaligen Sitz der venezianischen Zollbehörde, gezeigt. Auch hier beauftragte er Ando mit der Planung. Der Palazzo Grassi wird den Planungen zufolge dann vorwiegend Sonderausstellungen zeigen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ArtReview: The ArtReview Power 100

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