James Joseph Sylvester


James Joseph Sylvester
James Joseph Sylvester

James Joseph Sylvester (* 3. September 1814 in London; † 15. März 1897 ebenda) war ein englischer Mathematiker.

Sylvester studierte ab 1833 in Cambridge, wurde 1837 Professor der Physik am University College London und 1840 Professor der Mathematik an der Universität von Virginia und damit einer der ersten bedeutenden Mathematiker in den USA. Später kehrte er wieder nach England zurück und wurde 1855 Mathematikprofessor an der Royal Military Academy in Woolwich. Ab 1870 war er Professor an der Johns Hopkins University in Baltimore, ging dann wieder nach England und war ab 1883 Professor in Oxford.

Er erfand mehrere geometrische Instrumente, wie den Plagiographen (Schiefantograph) und den geometrischen Fächer. Ferner forschte er zusammen mit Arthur Cayley auf dem Gebiet der Invariantentheorie. Ein weiteres Arbeitsgebiet war die Theorie von Matrizen und Determinanten. Die Bezeichnung „Matrix“ wurde 1850 von Sylvester eingeführt, ebenso ist der Trägheitssatz von Sylvester nach ihm benannt.

Er bewies folgenden Satz:

Jede natürliche Zahl n > 2 hat genau so viele Darstellungen als Summe aufeinanderfolgender natürlicher Zahlen, wie sie ungerade Teiler hat. Dabei wird die Zahl 1 nicht als Teiler gezählt, wohl aber die Zahl n selbst.

Die Sylvester-Medaille der Royal Society ist ihm zu Ehren benannt.

Schriften

  • Henry Frederick Baker (Herausgeber): The Collected Mathematical Papers of James Joseph Sylvester, 4 Bände, Cambridge, 1904-1912
  • 1878 Chemistry and Algebra; hier führt er den Begriff "Graph" ein für Darstellungen in der Chemie
  • 1885 Theorie der Reciprozienten, ein wichtiges Werk für die Algebra

Literatur

  • Karen Parshall: James Joseph Sylvester: Life and Work in Letters, Oxford University Press, 1998
  • Parshall: James Joseph Sylvester: Victorian, Jew, Mathematician, Baltimore: Johns Hopkins University Press, 2006
  • Parshall, David E. Rowe: The emergence of the American mathematical research community, 1876-1900: J J Sylvester, Felix Klein, and E H Moore, American Mathematical Society, Providence, 1994
  • George Andrews: J. J. Sylvester, Johns Hopkins and Partitions, in AMS History of Mathematics, Bd.1, online hier [1]

Weblinks


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