Jettingen


Jettingen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jettingen
Jettingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jettingen hervorgehoben
48.5758333333338.8008333333333559
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 559 m ü. NN
Fläche: 21,12 km²
Einwohner:

7.571 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 358 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71131
Vorwahl: 07452
Kfz-Kennzeichen: BB
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 053
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Albstraße 2
71131 Jettingen
Webpräsenz: www.jettingen.de
Bürgermeister: Hans Michael Burkhardt
Lage der Gemeinde Jettingen im Landkreis Böblingen
Landkreis Esslingen Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Landkreis Ludwigsburg Stuttgart Landkreis Calw Enzkreis Pforzheim Mötzingen Jettingen Holzgerlingen Deckenpfronn Aidlingen Ehningen Gärtringen Hildrizhausen Nufringen Bondorf Gäufelden Herrenberg Waldenbuch Weil im Schönbuch Weil im Schönbuch Altdorf (Landkreis Böblingen) Holzgerlingen Böblingen Schönaich Steinenbronn Magstadt Sindelfingen Grafenau (Württemberg) Weil der Stadt Renningen Rutesheim Rutesheim Weissach LeonbergKarte
Über dieses Bild

Jettingen ist eine Gemeinde im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gemeindegliederung

Jettingen besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Oberjettingen und Unterjettingen. Zur ehemaligen Gemeinde Oberjettingen gehören das Dorf Oberjettingen und das Gehöft Höhenhöfe sowie die abgegangenen Ortschaften Oberstetten, Im Weiler und Steinberg. Zur ehemaligen Gemeinde Unterjettingen gehören das Dorf Unterjettingen, der Ort Sindlingen und der Wohnplatz Kehrhau sowie die abgegangenen Ortschaften Malmen und Wolfenkirch.[2]

Ortsteile

Schloss Sindlingen
Kirche beim Schloss Sindlingen
Der 1961/62 erbaute Wasserturm in Oberjettingen

Unterjettingen

Wappen Das 1229 erstmals genannte Unterjettingen unterstand den Pfalzgrafen von Tübingen. 1247 kam es durch die Heirat der Pfalzgrafentochter Mechthild mit Burkhardt III. von Hohenberg als Mitgift an die Grafschaft Hohenberg. 1398 kaufte der Markgraf von Baden den Ort. Durch einen Gebietstausch wurde es 1603 württembergisch.

Oberjettingen

Wappen Der Ort gehörte anfangs ebenfalls den Pfalzgrafen von Tübingen, die ihn 1288 an das Dominikanerinnenkloster Reuthin (nächst Wildberg) verkauften. 1803 kam der Ort an das Königreich Württemberg

Sindlingen

Sindlingen wurde erstmals um 1100 urkundlich erwähnt. Es gehörte seit 1728 zu Württemberg. Nach dem Tod von Herzog Carl Eugen wohnte seine Witwe Franziska von Hohenheim auf dem Schloss Sindlingen und nahm dort den württembergischen Pietisten Johann Michael Hahn unter ihren Schutz.

Geschichte

Die Gemeinde Jettingen wurde am 1. Dezember 1971 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Oberjettingen und Unterjettingen (mit Sindlingen) gebildet.

Seit 1955 entstanden in beiden Ortsteilen umfangreiche neue Wohngebiete. In dieser Zeit wurde westlich und südlich von Unterjettingen sowie am nördlichen Ortsrand von Oberjettingen auch Gewerbe angesiedelt.

Zwischen Ober- und Unterjettingen fand inzwischen ein großes neues Ortszentrum seinen Platz. Eine Hauptschule wurde gebaut und die Schwabenhalle kann für Veranstaltungen jeder Art genutzt werden.

Michaelskirche (ev) Unterjettingen
Das Jettinger Rathaus

Religionen

Im heutigen Ortsteil Sindlingen gründete der pietistische Theologe Johann Michael Hahn ab 1794 mit Unterstützung der Herzogin Franziska von Hohenheim die Michael Hahn’sche Gemeinschaft, eine evangelische Versammlungsbewegung, die noch heute besteht.

Politik

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 56,4 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,4%
38,9%
18,8%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,6%
-4,0%
+5,8%

Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 18 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,44 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  FW FREIE WÄHLER 8 Sitze (42,36 %)
  CDU 7 Sitze (38,89 %)
  SPD 3 Sitze (18,76 %)

Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen

Das Wappen wurde aus den beiden Wappen der früher selbständigen Dörfer Ober- und Unterjettingen zusammengesetzt. Im oberen Teil stehen drei schwarze Tannen auf silbernem Grund, die dem Wappen Oberjettingens entnommen sind und an die Nähe zum Schwarzwald erinnern. Unten steht ein silbernes Johanniterkreuz auf rotem Grund. Es ist das ehemalige Wappen Unterjettingens und bezieht sich darauf, dass der Johanniterorden früher die niedere Gerichtsbarkeit dort innehatte.

Gemeindepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Energie

Umspannwerk

Die Gemeinde ist Standort eines zu Beginn der 70er Jahre errichteten 380 kV/110-kV-Umspannwerks der EnBW AG.

Panorama von Oberjettingen und Ortsmitte

Windkraftanlagen

Die beiden Oberjettinger Windkraftanlagen

In Jettingen befinden sich die beiden einzigen Windkraftanlagen im Kreis Böblingen. Es handelt sich um eine Seewind 20 und eine Seewind 110, die 1995 errichtet wurden. Sie haben eine Nennleistung von 110 bzw. 132 kW. Der Rotor beider Anlagen hat 22 Meter Durchmesser, die Nabe liegt 31,2 Meter über dem Erdboden.[3]

Verkehr

Jettingen liegt an der Bundesstraße 28 zwischen Nagold und Herrenberg. Hinter Herrenberg ist sie an die Bundesautobahn 81 angeschlossen.

Buslinien verbinden Jettingen mit Nagold, Herrenberg, Gültlingen, Haslach, Tübingen, Mötzingen und Gäufelden. In Herrenberg besteht Anschluss an die Gäubahn und an die S-Bahn Stuttgart.

Bildungseinrichtungen

Neben einer Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die im Gebiet zwischen Ober- und Unterjettingen zentral erbaut wurde, gibt es in Ober- und Unterjettingen auch je eine reine Grundschule. Im Oktober 2008 wurde die neue Gemeindebibliothek eröffnet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Ehrenbürger

Literatur

  • Ernst Christian Haag: Ortssippenbuch Unterjettingen, Kreis Böblingen, Württemberg 1639–1985. Selbstverl. d. Verf., Tübingen 1985 (Deutsche Ortssippenbücher Reihe A 114 – Württembergische Ortssippenbücher 13)
  • Ernst Christian Haag: Ortssippenbuch Oberjettingen mit Sindlingen, Kreis Böblingen, Württemberg; 1488–1989. Selbstverlag d. Verf., Waiblingen 1989 (Deutsche Ortssippenbücher Reihe A 149 – Württembergische Ortssippenbücher 17)

Weblinks

 Commons: Jettingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 94–96
  3. Wind in Herrenberg und in Oberjettingen, abgerufen 22. September 2010

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