Fontanell (Medicin)

Fontanell (Medicin) ist ein künstliches Geschwür, welches man an verschiedenen Stellen des Körpers anbringt, um dadurch eine dauernde ableitende Absonderung zu erregen. Man schneidet in eine gebildete Hautfalte mit dem Messer, legt einige mit reizender Salbebestrichne Erbsen hinein, wiederholt dieß und nimmt nach einigen Tagen reine Erbsen. Empfindlichen Personen legt man ein kleines Blasenpflästerchen und bindet die Erbsen auf die entstandene wunde Stelle. Ein Fontanell muß täglich gereinigt und verbunden, und das sich erzeugende wilde Fleisch von Zeit zu Zeit weggeätzt werden. Es ist wie die dauernden Blasenslaster und das Haarseil ein vorzügliches Mittel, um gegen habituelle Uebel und Leiden ableitend zu wirken, aber nicht leichtsinnig anzuwenden, da sich der Körper an diese Absonderung leicht gewöhnt und es dann nur unter gewissen Vorsichtsmaßregeln zugeheilt werden kann.

D.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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