Anstand

Anstand, ist die Uebereinstimmung unseres Handelns mit Stand und Lebensverhältnissen. Wir sollen nichts thun und nichts unterlassen, was unser Geschlecht, Alter, Glückszustand und unsere bürgerliche Stellung fordert. So will es die Convenienz – der nothwendige Anstand – zum Unterschiede vom natürlichen, den man Schicklichkeitsgefühl nennt. – Letzteres vor Allem ist ein Prärogativ der Frauen, es ist das Kaleidoskop der weiblichen Seele, die so leicht die Strahlen der Außenwelt in sich aufnimmt und mit dem Farbenschmucke des innern Lebens auf ihre nächsten Umgebungen zurückwirft. – Es ist die Tonleiter, deren Akkorde, mit Wohllaut und Einklang bis in die feinsten Nerven des Haus- und Gesellschaftslebens dringen. – Es ist der weibliche Nimbus, der Wort und Laut mit jenem Zauber umgibt, der gleich mächtig zur Verehrung und Huldigung auffordert.:

B–l.


http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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  • Anstand — Anstand …   Deutsch Wörterbuch

  • Anstand — bezeichnet die „gute Sitte“ im Benehmen. Zweck des Anstands ist es, dem gesellschaftlichen Umgang durch Zügelung der individuellen Willkür Formen bereitzustellen, die als Ausdruck grundlegender Wertvorstellungen gelten sollen. Inhaltsverzeichnis… …   Deutsch Wikipedia

  • Anstand — »gutes Benehmen, Schicklichkeit; Einwand, Aufschub; Standort oder Hochsitz des Jägers«: Das seit mhd. Zeit gebräuchliche Wort (mhd. anstant) ist eine Bildung zu dem zusammengesetzten Verb »anstehen« »stehen bleiben, warten; aufschieben; passen,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Anstand — Anstand, 1) (lat. Decorum, Decenz), das Verhalten od. Benehmen eines Menschen, um sich, seinen Lebensverhältnissen gemäß, würdevoll u. achtbar zu zeigen, bes. in sittlicher Beziehung u. zu Folge gewisser conventioneller Grundsätze, welche… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Anstand — ↑Courtoisie, ↑Dehors, ↑Dekorum, 2Takt, ↑Zivilität …   Das große Fremdwörterbuch

  • Anstand — Sm gute Sitten std. (17. Jh.) Stammwort. Abstraktbildung zu anstehen im Sinne von passen, sich schicken ; dieses z.B. von Kleidern gesagt, wie es steht mir , es sitzt . Die heutige Bedeutung steht unter dem Einfluß der Ableitung anständig. Die… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Anstand — Sitte; Lauterkeit; Anständigkeit; Moral; Sittlichkeit; Usus (umgangssprachlich); Gepflogenheit; Schicklichkeit; Stil; Umgangsformen; Benehme …   Universal-Lexikon

  • Anstand — 1. Anstand ist die Hauptsache. Lat.: Caput artis est, decere, quod facias. 2. Anstand thut s, sagte Säuberlich, da putzt er an der Tafel seine Nägel aus. 3. Anstand und Lüge sind Geschwisterkinder. 4. Wer nicht mit Anstand ein Schelm sein kann,… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Anstand — Den Anstand verletzen: gegen die allgemein üblichen gesellschaftlichen Normen verstoßen, sich außerhalb von Sitte und Moral stellen, Anstoß erregen, ⇨ Anstoß.{{ppd}}    Wenigstens den Anstand wahren: nach außen hin so tun, als ob alles in Ordnung …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Anstand — Ạn·stand der; (e)s; nur Sg; das Benehmen, das den Verhaltensnormen einer Gesellschaft entspricht <den Anstand wahren; (keinen) Anstand haben; die Regeln des Anstands beachten> …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

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