Aschara
Aschara
Koordinaten: 51° 3′ N, 10° 41′ O51.05694444444410.682222222222210Koordinaten: 51° 3′ 25″ N, 10° 40′ 56″ O
Höhe: 210–260 m ü. NN
Einwohner: 480
Eingemeindung: 8. März 1994
Postleitzahl: 99958
Vorwahl: 03603
Karte

Lage von Aschara in Bad Langensalza

Steinkreuz und Windmühle bei Aschara
Eingang von Aschara am 11. Juli 1958: „Erstes sozialistisches Dorf im Kreis Bad Langensalza“

Aschara ist ein Ortsteil der Stadt Bad Langensalza in Thüringen mit etwa 480 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Der Ort liegt etwa 6 km südlich des Ortsrands von Bad Langensalza am Südosthang des Ascherbergs (310 m ü. NN), entlang Bachs Weißer Bach. Die nächstliegenden Dörfer sind Eckardtsleben im Norden, Burgtonna im Osten, Ballstädt im Südosten, Westhausen im Süden, Wiegleben im Westen und Henningsleben im Nordwesten. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die B 247 zwischen Gotha und Bad Langensalza, Abzweig Aschara über die Landstraße L 2125, und aus Richtung Burgtonna über die Ascharer Straße. Die Fahner Höhe liegt etwa 4 km westlich des Ortes.

Geschichte

Im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld erscheint das Dorf unter den Schenkungen Karls des Großen an das Kloster, die bis zum Tod seines Gründers Lullus im Jahre 786 gemacht worden waren. So begeht Aschara im Jahre 2011 sein (mindestens) 1.225-jähriges Bestehen. Im Jahre 932 tauschte Heinrich I. das Dorf gegen andere Besitzungen an den Abt von Kloster Hersfeld[1] Die Herren von Aschare gaben den Ort an die Herren von Salza (Bad Langensalza) und diese (vermutlich um 1410) an die Herren von Gleichen. 1634 kam der Ort infolge eines Erbfolgevertrags an den Freiherrn von Tautenburg und Frauenprießnitz und nach dessen Tod 1640 an den Grafen von Waldeck. Durch Ksufvertrag von 1677 fiel Aschara an Herzog Friedrich I. in Gotha[1]. Im Norden des Dorfes erhebt sich eine Anhöhe, an deren Südseite im Mittelalter Wein angebaut wurde, allerdings mit schlechtem Ertrag[1]. Die Erhebung ist heute von der Bahnstrecke nach Bad Langensalza durchschnitten, der westliche Teil ist der Weinberg mit 268 m Höhe, auf dem eine Holländerwindmühle aus dem Jahr 1848 steht, der östliche Teil heißt Wartberg.

Am 1.  Januar 1994 wurde Aschara nach Bad Langensalza eingemeindet[2].

Die Kirche

Nach Beck[1] stand oberhalb des Dorfes, also vermutlich auf dem Weinberg, eine kleine Kapelle, von der im 18. Jahrhundert von Reste zu erkennen waren. Man pflanzte eine Linde an den Platz. Die noch vor der Reformation (vor 1517) erbaute St.-Petri-Kirche musste 1748 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Zum Bau der Nachfolgerkirche wurde am 28. Mai 1749 der Grundstein gelegt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft des Ortes ist landwirtschaftlich geprägt. Auch ein paar Handwerksbetriebe sind hier angesiedelt. Die größten Firmen sind eine Landmaschinen-Firma sowie eine Fahrzeug- und Maschinenbau-Firma. Aschara ist darüber hinaus bekannt durch eine gleichnamige Fleischwarenfabrik, die etwa 1985 an den Stadtrand von Bad Langensalza in ein neues Gewerbegebiet umgezogen ist.

Einzelnachweise

  1. a b c d Dr. August Beck: Geschichte des Gothaischen Landes, Band III, Teil I
  2. Webauftritt der Gemeinde

Weblinks


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