Augsburg-Spickel-Herrenbach
Wappen von Augsburg

Spickel-Herrenbach
Planungsraum von Augsburg

Lage des Planungsraums Spickel-Herrenbach in Augsburg
Koordinaten 48° 21′ 21″ N, 10° 55′ 23″ O48.35583333333310.923055555556Koordinaten: 48° 21′ 21″ N, 10° 55′ 23″ O
Fläche 4,87 km²
Einwohner 12.655 (12. 31 2008)
Bevölkerungsdichte 2599 Einwohner/km²
Postleitzahl 86161
Gliederung
Stadtbezirke

Spickel-Herrenbach ist der XI. Planungsraum von Augsburg und gliedert sich in die Stadtbezirke Spickel und Wolfram-und Herrenbachviertel. Der Planungsraum hat eine Fläche von 4,87 km² und 12.655 Einwohner (Stand 31. Dezember 2008).[1]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Planungsraum Spickel-Herrenbach erstreckt sich direkt westlich des Lech. Im Norden bilden die Prinz- und Lotzbeckstraße sowie Reichenberger Straße und Localbahn die Grenze zur Innenstadt, wo auch das Textilviertel fortgesetzt wird. Im Westen schließt das Hochfeld an, die Grenze zwischen den Planungsräumen bildet der Brunnenbach. Im Osten wird der komplette Planungsraum vom größten Augsburger Fluss, dem Lech, begrenzt. Im Süden bildet der Reichskanal die Grenze. Der Landschaftspark Siebentischanlagen mit Zoologischem- und Botanischem Garten liegt im Westen des Stadtteils, im Süden beginnt der Siebentischwald. Die Friedberger Straße (Bundesstraße 300) bildet die Grenze zwischen Spickel und Wolfram- und Herrenbachviertel.

Geschichte

Ansicht des Schwabencenters

Die Geschichte des Planungsraum Spickel-Herrenbach ist vergleichsweise jung. Die Bebauung im Wolfram- und Herrenbachviertel, benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister Georg von Wolfram und dem Lechkanal Herrenbach, begann mit Beginn der Textilindustrie Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor allem einfache Wohnblöcke für die in den Industrieunternehmen arbeitende Bevölkerung entstanden zu dieser Zeit. Abgerundet wurde dies mit sozialen Einrichtungen wie Kirchen, Schulen und Kindergärten. So entstand eine „Stadt in der Stadt“. Anfang der 1970er Jahre gab es erste Pläne bei der Augsburger Stadtregierung für den Bau einer so genannten Trabantenstadt im Herrenbach. So entstand in den 1970er Jahren im Süden des Herrenbach einige Hochhäuser, die teilweise 70 Meter erreichen. Als Nahversorgung entstand gleichzeitig das erste Einkaufszentrum Augsburg, das „Schwabencenter“.

Der Spickel als anderes Glied des Planungsraums, ist der komplette Gegensatz zum benachbarten Herrenbach. Während dieser in der Mehrheit von Arbeitern bewohnt wird und einen sehr hohen Migrantenanteil von etwa 60-70% hat, ist der Spickel, der direkt an die Siebentischanlagen grenzt, ein Wohnort von gutbürgerlichen Verhältnissen. Der Name geht zurück auf die ehemalige Gaststätte „Spickel“. Die Gestaltung des Viertels, das auch als „Gartenstadt Spickel“ bezeichnet wurde, hat das Thelottviertel zum Vorbild und wurde von Gottfried E. Bösch und Joseph Weidenbacher geplant. Sie entwarfen nach dem ersten Weltkrieg eine Siedlung mit kleinen Ein- und Mehrfamilienhäusern, um der herrschenden Wohnungsnot zu begegnen. Um die Anbindung an die Bahnlinie Augsburg-München zu verbessern wurde früh der Haltepunkt Augsburg-Spickel eingerichtet. Seit dem Sommerfahrplan 1974 wurde dieser Haltepunkt nicht mehr bedient, die Wartehäuschen und die Bahnsteige wurden im Zuge des viergleisigen Ausbaus abgebrochen.[2]

Sport

Das Trainingsgelände des FC Hochzoll befindet sich in der Nähe des Eiskanales. Die Fußball-Herrenmannschaft spielt in der A-Klasse Augsburg (die Frauenmannschaft spielt in der Kreisliga).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Augsburg Statistik interaktiv
  2. Reinhold Breubeck: Eisenbahnknoten Augsburg. Eisenbahn-Fachbuch-Verlag, Neustadt/Coburg 2007, ISBN 978-3-9810681-1-5, S. 48.

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