Augustusstraße
Augustusstraße
Dresden Stadtwappen.svg
Straße in Dresden
Augustusstraße
Blick in die Augustusstraße mit Fürstenzug
Basisdaten
Ort Dresden
Ortsteil Innere Altstadt
Angelegt 16. Jahrhundert
Querstraßen Brühlsche Gasse, Töpferstraße
Plätze Schloßplatz, Neumarkt
Bauwerke Sächsisches Ständehaus, Langer Gang mit Fürstenzug
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr

Die Augustusstraße in Dresden liegt im Stadtteil Innere Altstadt und verbindet den Schloßplatz mit dem Neumarkt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind auf ihrer Südseite der Fürstenzug an der Außenmauer des Langen Ganges und auf der Nordseite das Sächsische Ständehaus, welches Sitz des Oberlandesgerichts ist.

Inhaltsverzeichnis

Anlage und Namen

Augustusstraße bei Nacht

Die Augustusstraße verläuft ungefähr auf der Linie der mittelalterlichen Dresdner Stadtmauer. Angelegt wurde sie unter dem sächsischen Kurfürsten Moritz. Nach ihm war im 16. Jahrhundert der Teil zwischen der heutigen „Brühlschen Gasse“ und dem „Neumarkt“ als „Untere“ oder „Kleine Moritzgasse“ bezeichnet. Ab 1750 hieß dieser Teil „An der Bildergalerie“, da im Stallhof die Gemäldegalerie untergebracht war. Der lange Teil der Straße bis zum Schloßplatz wurde im Jahr 1543 als „Elbgasse“, 1566 als „Brückenstraße“ bezeichnet. Ende des 17. Jahrhunderts trug dieser Teil der Straße den Namen „Am Stall“, um 1750 „Georgenstraße“ in Bezug auf das Georgentor und seit dem Ende des 18. Jahrhunderts „Augustusstraße“, diese Bezeichnung wurde seit Beginn des 19. Jahrhunderts für die gesamte Straße verwendet. Dieser Name bezieht sich auf den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August den Starken.

Entwicklung

Fürstenzug an der Augustusstraße

Von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts war die Straße sehr belebt. Sämtlicher Verkehr zwischen Altendresden und Dresden, der über die Augustusbrücke kam, wurde aufgrund der Sperrung des Georgentores und damit verbunden der Schloßstraße über die Augustusbrücke und den Neumarkt geleitet.

Der Bau des Brühlschen Palais veränderte die Straße stark, so wurden für den Bau 13 Wohnhäuser in der Straße und in der Nebenstraße „An den Klepperställen“ weggerissen. Neben dem Palais Brühl stand das sogenannte Fürstenbergsche Haus. Hier lebte im 16. Jahrhundert der Bildhauer und Architekt Giovanni Maria Nosseni. Im 19. Jahrhundert lebte der Schriftsteller Józef Ignacy Kraszewski in der Straße.

Nebenstraßen

Brühlsche Gasse

Die Brühlsche Gasse verläuft zwischen dem Terrassenufer und der Augustusstraße zwischen Ständehaus und dem Hilton-Hotel. Die Brühlsche Gasse wurde 1494 erstmals urkundlich als „Kleine Fischergasse“ erwähnt. Der Name rührt daher, dass die Straße im Mittelalter außerhalb der Stadt in der „Fischergemeinde“ lag. Im Jahr 1565 trug sie den Namen „Nesselgrund“. Da die Gasse als Prostituiertenviertel verrufen war, beantragten die Anwohner im Jahr 1892 den Namen der Gasse zu ändern. Als neuer Name wurde in Anlehnung an das benachbarte Brühlsche Palais die Bezeichnung „Brühlsche Gasse“ gewählt. Bei der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wurde die östliche Bebauung der Gasse zerstört. Heute steht hier der Westflügel des Hilton-Hotels.

Töpferstraße

Die Töpfergasse war ebenfalls Teil der Fischergemeinde. Die Töpfer hatten hier außerhalb der Stadt ihre Brennöfen. Diese Töpfersiedlung wurde 1378 erstmals erwähnt. Im Jahr 1546 wurde der Straße als „Töpfergasse“ bezeichnet und 1883 in „Töpferstraße“ umbenannt.

Terrassengasse

Die Nebenstraße „Terrassengasse“ trug bis 1853 den Namen „An den Klepperställen“. Sie existiert heute nicht mehr. Bis 1945 bildete sie die Innenseite der Brühlschen Terrasse. Sie entstand im 18. Jahrhundert, benannt wurde sie nach den Stallgebäuden, die 1588 in ihrem Ostteil angelegt wurden. Die Gasse bildet jetzt die Rückseite des Hilton-Hotels.

Literatur

  • Folke Stimmel: Stadtlexikon Dresden A–Z. Verlag der Kunst, Dresden 1995, ISBN 3-364-00300-9.
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