Austrian Open

Die Austrian Open ist ein Golfturnier der PGA European Tour genannten Turnierserie. Der offizielle Name lautet Austrian Golf Open.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon ab 1990 wurden die Austrian Open im Rahmen der European Tour bis 1996 unter verschiedenen Namen ausgetragen. Von 1997 bis 2005 wurde das Turnier dann nur mehr als zweitrangiges Challenge Tour Event veranstaltet, natürlich mit stark reduziertem Preisgeld. Ab der Saison 2006 erfolgte die Rückkehr zur "großen" Tour und eine deutliche Erhöhung des Preisgeldes auf 1.3 Mio. €. Das liegt im unteren Mittelfeld der Preisausstattung für ein European Tour-Ereignis. Als Ambassador der Veranstaltung in den Jahren 2006 und 2007 fungierte der Schotte Colin Montgomerie, achtfacher Gewinner der European Tour Order of Merit.

Anzumerken ist, dass schon in den Jahren 1992 bis 1994 vom derzeitigen Sponsor die Bank Austria Open im Rahmen der Challenge Tour veranstaltet worden sind (siehe Siegerliste).

Austragungsorte

Das Turnier wurde von 2006 bis 2009 im Fontana GC in Oberwaltersdorf ausgetragen. 2010 und 2011 fand es im Diamond Country Club in Atzenbrugg, westlich von Wien statt.

Turnier 2006

Colin Montgomerie bei der Austrian Open 2006
Der Österreicher Markus Brier beim Austrian Open 2006

Der Auftakt klappte perfekt, mit einem Heimsieg durch den österreichischen Paradegolfer Markus Brier und einem durchaus repräsentativen Starterfeld. Neben Colin Montgomerie waren noch die Ryder Cup Spieler Thomas Björn, Miguel Angel Jiménez und Paul McGinley sowie weitere arrivierte Teilnehmer am Abschlag und von der Golfanlage beeindruckt.

Turnier 2007

Schon nach zwei Runden schieden die Weltklassegolfer Colin Montgomerie und Darren Clarke, sowie der Titelverteidiger Markus Brier aus. Nach spannendem Verlauf setzte sich der Australier Richard Green im Stechen - am ersten Extraloch - gegen den zweifachen Open de France Gewinner Jean-François Remésy durch und beendete damit seine zehnjährige sieglose Zeit auf der European Tour.

Turnier 2008

2008 gewann der Inder Singh (rechts im gelben Hemd)

Die Veranstaltung musste witterungsbedingt auf drei Runden verkürzt werden und wurde von Beginn weg vom Inder Jeev Milkha Singh dominiert. Titelverteidiger Richard Green scheiterte ebenso am Cut wie der Ryder Cup Spieler David Howell und der ehemalige US Open Sieger Michael Campbell. Als bester Einheimischer landete Markus Brier auf dem geteilten 25. Platz.

Turnier 2009

Nachdem der Engländer Benn Barham die ersten drei Runden angeführt hatte, wurde er am Schlusstag vom Spanier Cabrera-Bello mit einer 60-er Runde (11 unter par) noch um einen Schlag abgefangen. Diese Runde bedeutet zugleich Platzrekord und es ist auch geteilt mit zwölf anderen Spielern die niedrigste Runde, die je auf der European Tour gespielt wurde. Bester Österreicher war wieder Markus Brier, der den geteilten 17. Platz erreichte. Der zweifache Masters-Sieger José María Olazábal verpasste den Cut um zwei Schläge. Eine Talentprobe lieferte der erst 14-jährige österreichische Amateur Robin Goger ab, der das gleiche Ergebnis wie Olazábal erzielte.

Turnier 2010

Am neuen Austragungsort, dem Diamond Country Club in Atzenbrugg gewann der Spanier José Manuel Lara nach Stechen gegen den Engländer David Lynn. Bei deutlich reduziertem Preisgeld von € 750.000 belief sich sein Siegerscheck auf € 125.000.

Der 15-jährige österreichische Amateur Matthias Schwab schaffte als drittjüngster Spieler in der Geschichte der European Tour (nach Sergio Garcia und dem Chinesen Jason Hak) den Cut, lag nach drei Runden am geteilten neunten Platz und beendete das Turnier als geteilter 32. und bester Österreicher. Diese Platzierung ist die beste, die jemals ein Golfer seiner Altersklasse auf der European Tour erreicht hat, Garcia und Hak landeten bei ihren seinerzeitigen Auftritten jenseits des 60. Rangs.

Markus Brier wurde geteilter 45., alle anderen österreichischen Teilnehmer scheiterten am Cut. Der amtierende US Open Champion Graeme McDowell belegte mit drei Schlägen Rückstand den geteilten dritten Platz.

Turnier 2011

Das Preisgeld wurde auf 1 Million € erhöht und der Sieg ging an den Engländer Kenneth Ferrie, der seinen Landsmann Simon Wakefield im Stechen bezwingen konnte.

Insgesamt sieben Österreicher - darunter die Amateure Matthias Schwab und der regierende Europameister Manuel Trappel - schafften den Cut. Als bester Einheimischer belegte Bernd Wiesberger den geteilten fünften Platz.

Siegerliste

European Tour Event
Jahr Sieger Nationalität
2011 Kenneth Ferrie EnglandEngland England
2010 José Manuel Lara SpanienSpanien Spanien
2009 Rafael Cabrera-Bello SpanienSpanien Spanien
2008 Jeev Milkha Singh IndienIndien Indien
2007 Richard Green AustralienAustralien Australien
2006 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
1996 Paul McGinley IrlandIrland Irland
1995 Alex Cejka DeutschlandDeutschland Deutschland
1994 Mark Davis EnglandEngland England
1993 Ronan Rafferty NordirlandNordirland Nordirland
1992 Peter Mitchell EnglandEngland England
1991 Mark Davis EnglandEngland England
1990 Bernhard Langer DeutschlandDeutschland Deutschland
 
Challenge Tour Event
Jahr Sieger Nationalität
2005 Michael Hoey NordirlandNordirland Nordirland
2004 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
2003 Robert Coles EnglandEngland England
2002 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
2001 Chris Gane EnglandEngland England
2000
Kein Turnier
1999 Juan Ciola SchweizSchweiz Schweiz
1998 Kevin Carissimi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1997 Erol Simsek DeutschlandDeutschland Deutschland
1994 Michael Campbell NeuseelandNeuseeland Neuseeland
1993 Joakim Grönhagen SchwedenSchweden Schweden
1992 Stephen Dodd WalesWales Wales

Weblinks

 Commons: Austrian Open – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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