Aventinianer

Die Aventinianer waren ein Zusammenschluss antifaschistischer Kräfte im Italien der 1920er Jahre. Unter ihnen waren Sozialisten, Kommunisten, Liberale, Demokraten und Katholiken. Nach der Ermordung des Abgeordneten Giacomo Matteotti verließen die Aventinianer aus Protest das Parlament. Der Name ist eine Anspielung auf die Plebejer im alten Rom, die mit ihrem Auszug 494 v. Chr. zum Hügel Aventin für ihre Rechte streikten. Im Gegensatz zu diesen konnten die Aventinianer jedoch keinen größeren Erfolg verbuchen, da Mussolini nach wie vor über die Mehrheit im Parlament verfügte und außerdem von König Viktor Emanuel III. unterstützt wurde.

Nachdem Mussolini seine Position mit einer Kampfrede am 3. Januar 1925 wieder gefestigt hatte, wurden die Mandate der Aventinianer als ungültig erklärt, ihre Organisation aufgelöst und die Presse verboten. Die meisten Anhänger gingen ins Exil.

Politiker des Aventin

Zu den Aventinianern zählten:


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