Severin Freund
Severin Freund Skispringen
Severin Freund - 2011-02-27
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 11. Mai 1988
Geburtsort Freyung
Größe 185 cm
Gewicht 67 kg
Beruf Student
Karriere
Verein WSV DJK Rastbüchl
Trainer Christian Leitner
Debüt im Weltcup 22. Dezember 2007
Pers. Bestweite 218 m (Oberstdorf 2011)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
DM-Medaillen 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2011 Oslo Team
Normalschanze
FIS Skisprung-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2008 Zakopane Team
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
Silber 2007 Winterberg Mannschaft
Gold 2010 Oberhof Mannschaft
Gold 2011 Hinterzarten Einzel
Gold 2011 Hinterzarten Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege 02
 Gesamtweltcup 7. (2010/11)
 Skiflug-Weltcup 15. (2010/11)
 Vierschanzentournee 12. (2010/11)
 Sommer-Grand-Prix 7. (2010)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skispringen 2 1 2
 Team 0 1 1
letzte Änderung: 10. Oktober 2011

Severin Freund (* 11. Mai 1988 in Freyung) ist ein deutscher Skispringer mit Wohnort in Waldkirchen.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Freund begann 1993 zunächst mit der Nordischen Kombination und wechselte 1995 zum Spezialspringen[1]. Seit 2002 ging er im Alpencup und bei internationalen Juniorenwettbewerben an den Start. Im Februar 2003 startete er in Sollefteå erstmals bei der Junioren-Weltmeisterschaft und belegte den 30. Platz im Einzel und den 11. Platz mit dem Team. In der Saison 2004/05 startete er erstmals im Continentalcup (COC), wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte und stets den zweiten Durchgang verpasste. Daneben trat er weiterhin bei FIS-Springen an. Bei der in Rovaniemi stattfindenden Junioren Weltmeisterschaft 2005 belegte er die Plätze 26 (Einzel) und Elf (Team). Im Januar 2006 konnte er bei einem COC in Titisee-Neustadt erstmals die Punkteränge erreichen. Auch im nationalen Juniorenbereich konnte er 2006 mehrere Erfolge feiern. So wurde er sowohl im Einzel als auch mit dem Team deutscher Jugendmeister, daneben konnte er die Gesamtwertung des Deutschlandpokals gewinnen. Bei der in diesem Jahr in Kranj ausgetragenen Junioren-WM belegte er den 13. Platz im Einzel. Im Sommer 2006 nahm er an mehreren COC-Sommerspringen teil, konnte aber nur bei Einem den zweiten Durchgang erreichen. Nachdem er im Winter 2006/07 nicht antrat wurde er im Sommer 2007 zunächst zweiter bei der deutschen Jugendmeisterschaft, kurz darauf gewann er bei der in Winterberg ausgetragenen Deutschen Meisterschaft 2007 die Silbermedaille im Teamwettbewerb[2].

Obwohl er bei den im Sommer 2007 stattfindenden Continentalcups nicht überzeugen konnte, steigerte er sich zum Winter und konnte am 13. Dezember 2007 in Rovaniemi sein bis dahin bestes Ergebnis erzielen, nachdem er bereits an den beiden vorgehenden Tagen stabile Leistungen im Mittelfeld erbracht hatte. Daraufhin wurde er in das Weltcup-Team berufen und startete am 22. Dezember 2007 in Engelberg erstmals bei einem internationalem erstklassigen Springen. Beim folgenden Vierschanzentourneespringen in Oberstdorf konnte er als 30. seinen ersten Weltcup-Punkt holen. Eine Woche später, am 6. Januar 2008, konnte er beim letzten Springen der Tournee in Bischofshofen, das von Wind beeinflusst war, sogar den 20. Platz belegen. Nachdem er daraufhin wieder an einigen COC-Springen teilnahm, wurde er in Zakopane Junioren-Weltmeister 2008 im Teamwettbewerb, im Einzel wurde er jedoch nur 31. Bis zum Ende des Winters nahm er noch an einigen Continentalcups teil. Im Sommer 2008 startete er erfolgreich bei den Mattenspringen des Continentalcups. Er konnte am 13. September 2008 in Lillehammer seinen ersten Sieg feiern, bei weiteren drei Springen belegte er Podestplätze. In der Contintalcup-Gesamtwertung des Sommers 2008 belegte er den dritten Rang.

Seinen ersten Weltcupsieg errang Freund am 15. Januar 2011 im japanischen Sapporo vor dem Österreicher Thomas Morgenstern und dem Polen Adam Małysz. Dies war zugleich der erste deutsche Weltcupsieg seit fast vier Jahren und wurde in den Medien als „Sensation“ gefeiert. Am Folgetag holte er nach einer Führung im ersten Durchgang den zweiten Platz hinter Andreas Kofler. [3] Beim Weltcup-Springen in Zakopane am 21. Januar 2011 erreichte er mit dem dritten Rang einen weiteren Podestplatz. Am 30. Januar verbuchte er im hessischen Willingen seinen zweiten Weltcupsieg. Es war zugleich der erste Erfolg eines deutschen Skispringers auf der Mühlenkopfschanze seit Sven Hannawalds Sieg im Jahr 2003.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo belegte Freund auf der Normalschanze den 7. Platz im Einzel. Im Teamspringen holte er auf selbiger zusammen mit Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Michael Neumayer Bronze hinter Österreich und Norwegen. Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 in Hinterzarten konnte er sich wie im Vorjahr mit der Mannschaft Bayerns den Mannschaftstitel und zudem erstmals auch den Titel im Einzel erspringen.[4]

Erfolge

Weltcupsiege

Nr. Datum Ort Land
1. 15. Januar 2011 Sapporo Japan
2. 30. Januar 2011 Willingen Deutschland

Weltcupplatzierungen

Saison Platz Punkte
2007/08 68 12
2008/09 48 36
2009/10 42 75
2010/11 7 769

Sommer-Grand-Prix Platzierungen

Saison Platz Punkte
2009 66 11
2010 7 152
2011 10 216

Sonstiges

Ende März 2008 begann Freund an der Hochschule Ansbach ein Bachelor-Studium International Management, einem Studiengang, der an der HS Ansbach angepasst und speziell für Spitzensportler konzipiert wurde.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Sportlicher Werdegang von Severin Freund
  2. Skispringen Deutsche Meisterschaften in Winterberg
  3. Skispringen bei SKIJUMPING.de: Severin Freund holt ersten deutschen Weltcupsieg seit 2007
  4. Ergebnis der Deutschen Meisterschaften 2011 bei www.berkutschi.com, abgerufen am 10. Oktober 2011.
  5. FH begrüßt Jahrgang 2008. FH Ansbach (26. März 2008). Abgerufen am 16. Mai 2009.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Severin Freund — Pour les articles homonymes, voir Freund. Severin Freund Naissance 11 mai 1988 …   Wikipédia en Français

  • Severin (Name) — Severin, Séverin und Severinus ist ein männlicher Vorname und Familienname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung 2 Bekannte Namensträger 2.1 Vorname 2.2 …   Deutsch Wikipedia

  • Freund (Familienname) — Freund ist ein Familienname. Bekannte Namensträger Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z …   Deutsch Wikipedia

  • Freund — Cette page d’homonymie répertorie les différents sujets et articles partageant un même nom. Le patronyme Freund, qui signifie « ami » en allemand, peut faire référence à : Gisèle Freund (1908 1966), photographe française d… …   Wikipédia en Français

  • Severin von Jaroszynski — (* 20. Dezember 1789[1]S. 20; † 30. August 1827 in Wien) war ein polnischer Adliger, der wegen Raubmordes an Johann Conrad Blank hingerichtet …   Deutsch Wikipedia

  • Nikolaj Frederik Severin Grundtvig — N. F. S. Grundtvig Portrait of N. F. S. Grundtvig in pastoral garments. Born September 8, 1783(1783 09 08) Udby, Sjælland Died …   Wikipedia

  • François-Séverin Marceau — François Desgraviers Marceau Grabmal von François Desgraviers Marceau in Koblenz François Séverin Desgraviers Marceau (* …   Deutsch Wikipedia

  • François Séverin Marceau — François Desgraviers Marceau …   Deutsch Wikipedia

  • Skisprung-Continentalcup 2008/09 — Der Skisprung Continentalcup 2008/09 ist eine vom Weltskiverband FIS ausgetragene Wettkampfserie im Skispringen. Der Continentalcup besteht aus 36 Wettbewerben für Herren und 26 Wettbewerben für Damen, die zwischen dem 4. Juli 2008 und dem 8.… …   Deutsch Wikipedia

  • Vierschanzentournee 2008/09 — 57. Vierschanzentournee Sieger Tourneesieger  Oesterreich …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”