Bahnbetriebswerk Augsburg
Blick auf den nördlichen Ringlokschuppen

Im Jahr 1850 wurde in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs eine Hauptreparaturwerkstätte - später als Betriebswerk Augsburg bezeichnet - errichtet. Zwischen 1902 und 1906 erfolgte aus Platzgründen die Verlagerung in das Hochfeld östlich der 1847 als Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn eröffneten Bahnlinie Augsburg–Lindau. Mit zwei Drehscheiben mit jeweils 31 ständigem Ringlokschuppen, einer vielgleisigen Waggonwerkstatt mit überdachter Schiebebühne und mehreren kleineren Werkstätten war es das flächenmäßig größte Bahnbetriebswerk in der ehemaligen Reichsbahndirektion München.

Bis zu 190 Fahrzeuge (1965) waren dort gleichzeitig beheimatet, seit 1931 auch E- und seit 1936 Dieselloks. Das Bw beschäftigte bis zu 1100 Mitarbeiter (1975).

Die E-Loks waren im elektrifizierten Schuppen I untergebracht, Diesel- und Dampfloks in Schuppen II, der allerdings durch Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg nur noch die halbe Größe hatte. Dennoch waren die Kriegsschäden im Vergleich zum Hauptbahnhof sehr gering.

Nach dem Wegfall der Unterhaltung von Dampfloks (1971) und Altbauelloks verlor das Bw zunehmend an Bedeutung und wurde Ende 1998 aufgelöst. Im Gelände befindet sich eine Dieseltankstelle der DB Energie. Ein städtebaulicher Wettbewerb im Jahr 2002 sollte Möglichkeiten für die Umnutzung des rund 23 ha großen Areals aufzeigen. Zurzeit gibt es folgende Nutzer: Bayerische Regiobahn, DB Regio, Staudenbahn, historischer Bahnpark Augsburg sowie den Schrottverwerter Lau.

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Erhart: Eisenbahnknoten Augsburg – Drehscheibe des Eisenbahnverkehrs. GeraMond Verlag, München 2000, ISBN 3-9327-8523-1.
48.3476510.8932

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