Bahnstrecke Kralupy nad Vltavou–Vinařice–Kladno
Kralupy nad Vltavou předměstí–Kladno-Dubí
Kursbuchstrecke (SŽDC): 110
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
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von Prag
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Kralupy nad Vltavou 180 m
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nach Děčín
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nach Kladno
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0,00 Kralupy nad Vltavou předměstí 185 m
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nach Velvary
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1,2 Zeměchy 190 m
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2,81 Olovnice 190 m
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5,2 Neuměřice 200 m
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6,0 Kamenný Most u Kralup nad Vltavou 205 m
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7,91 Zvoleněves 215 m
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von Praha-Smíchov
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(Verbindungsbahn seit 1922)
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10,45 Podlešín 240 m
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Podlešín zastávka
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nach Most
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Knovíz
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Jemníky
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Pchery
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Saky
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Vinařice früher Smečna
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vlečka Janův důl
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Tuhaň
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vlečka důl Mayrau, důl Ronna und důl Theodor
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Švermov-Hnidousy
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von Kladno
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Kladno-Dubí 335 m
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nach Kralupy nad Vltavou
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nach Staré Kladno

Die Bahnstrecke Kralupy nad Vltavou–Vinařice–Kladno ist eine Bahnstrecke in Tschechien. In Betrieb ist heute nur noch der Abschnitt zwischen Kralupy nad Vltavou und Zvoleněves als Teil der überregionalen Verbindung von Prag nach Most. Die weitere Strecke bis Kladno-Dubí ist seit 1982 stillgelegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte und Bau

Kralupy–Zvoleněves

Der Abschnitt zwischen Kralupy nad Vltavou und Vinařice wurde ursprünglich durch die Staats-Eisenbahn-Gesellschaft StEG erbaut. Am 11. März 1883 wurde der StEG die Concession für den Bau und Betrieb einer Localbahn von Minkovic nach Swolenowes erteilt.[1]

Am 20. Februar 1884 wurde die Strecke von Kralupy bis Zvoleněves für den Güterverkehr eröffnet, am 20. Mai 1884 wurde auch der Reisezugverkehr aufgenommen. Nach der Verstaatlichung der StEG ging die Strecke am 1. Januar 1908 an die k.k. österreichischen Staatsbahnen kkStB über.

Zvoleněves–Vinařice (Smečna)

Siehe auch: Zwolenowes-Smečnaer Eisenbahn

Die Konzession für den Bau und Betrieb der Localbahn von Swolenowes nach Smečna wurde am 1. Juli 1883 dem Wiener Rechtsanwalt Dr. Philipp Neumann erteilt. [2] Die Gesellschaft firmierte als Zwolenowes-Smečnaer Eisenbahn-Actiengesellschaft, welche sich zur Gänze im Eigentum der StEG befand. [3]

Eröffnet wurde die Lokalbahn im Jahre 1886.

Vinařice (Smečna)–Kladno-Dubí

Der Abschnitt zwischen Vinařice und Kladno-Dubí stammte bereits von 1856 und wurde als Kohlenbahn von der Prager Eisenindustrie AG erbaut. Diese begann am Bahnhof Kladno (früher: Wejhybka) und führte über Alt-Kladno (Staré Kladno) und Kladno-Dubí nach dem Bahnhof Smečna (heute: Vinařice). Sie verband die dortigen Steinkohlenbergbergwerke mit den Eisenwerken in Kladno und stellte die Verbindung an die Buschtěhrader Eisenbahn her.

Betrieb

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Strecke an die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD. Im Winterfahrplan 1918/19 der ČSD war die Verbindung Kralupy–Třebichovice-Vinařice unter der Streckennummer 3 enthalten.[4]

Die ČSD errichtete eine neue Verbindungsbahn zwischen Zvoleněves und Podlešín an der Strecke Praha–Most, welche am 2. Oktober 1922 eröffnet wurde. In dem Zusammenhang wurde der untere Teil der Strecke zu einer Hauptbahn ausgebaut und dient seitdem dem überregionalen Verkehr zwischen Prag und Most.

Der durchgehende Reisezugverkehr über die Gesamtstrecke wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen.

Am 28. Mai 1982 verkehrten die letzten Reisezüge zwischen Zvoleněves und Kladno-Dubí. Der Abschnitt Zvoleněves–Vinařice wurde stillgelegt und bis 1989 abgebaut.[5] Zwischen Vinařice und Kladno-Dubí blieb die Strecke bis heute als Industriegleis erhalten. Unter anderem befand sich an diesem Abschnitt die Anschlussbahn des 1997 stillgelegten Steinkohlenbergwerkes důl Mayrau.


Literatur

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1

Einzelnachweise

  1. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rgb&datum=18830004&seite=00000147
  2. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rgb&datum=18830004&seite=00000412
  3. http://www.geerkens.at/wpdetail.php?katalog=1&id=135
  4. http://csd1918.wz.cz/1918s031.jpg
  5. http://historie-trati.wz.cz/1970-1989.html

Weblinks


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