TV Spielfilm
TV Spielfilm
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Beschreibung deutsche Programmzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag Hubert Burda Media (Deutschland, Österreich und Schweiz)
Erstausgabe 22. August 1990
Erscheinungsweise 14-täglich
Verkaufte Auflage (IVW 3/2011) 1.127.292 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 3/2011) 1.132.374 Exemplare
Reichweite (MA 2011 I) 6,40 Mio. Leser
Chefredakteur Lutz Carstens
Weblink tvspielfilm.de
ISSN 0938-8729

TV Spielfilm (in der Schreibweise des Verlags TV SPIELFILM) ist eine Programmzeitschrift mit 14-täglicher Erscheinungsweise, die seit 1990 regelmäßig erscheint. Schwerpunkt ist die Darstellung von Spielfilmen im Programm. Erstverkaufstag war der 22. August 1990. Bis 2005 war die Verlagsgruppe Milchstrasse der Herausgeber der Zeitschrift, bis diese vom Verlag Hubert Burda Media übernommen wurde.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Der Einzelverkaufspreis betrug zu Beginn 3,80 Mark, die erste Druckauflage betrug 200.000 Exemplare. Zunächst erschien das Heft monatlich, die Auflage wurde von Beginn an fast ausverkauft, bis der Verlag die Druckauflage auf 350.000 erhöhte.

Fünf Monate später, vom Erfolg der Zeitschrift überrascht, stellte der Verlag die Erscheinungsweise auf 14-täglich um und startete diese am 1. Februar 1991 mit einer Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren, anfangs zu einem „Schnupperpreis“ von 90 Pfennig. Der reguläre Preis betrug danach 2,50 Mark pro Heft. Ende des Jahres 2007 wurde der Preis von 1,45 auf 1,50 Euro erhöht.

Mit der Heftnummer 19/1991 wurde erstmals mit 1,015 Mio. verkauften Exemplaren die Grenze von einer Million zum regulären Verkaufspreis überschritten. Damit war die TV Spielfilm in diesem Zeitschriftensegment die erste geglückte Neueinführung seit 1983 (Auf einen Blick, Die 2, Bildwoche).

Die Heftauflage stieg bis 1996 nahezu kontinuierlich, die höchste verkaufte Auflage betrug laut IVW-Auflagenliste im 2. Quartal 2,763 Mio. Exemplare. Seit 1998 ist ein zunächst langsamer, aber stetiger Rückgang zu verzeichnen, 2007 wurden im Schnitt ca. 1,5 Mio. Hefte verkauft. 2008 hielten sich die Verkaufszahlen auf durchschnittlich 1,46 Mio, die Zahl der Abonnenten lag bei knapp 630.000 (2007: 640.000).

Zielgruppe

Die anvisierte Zielgruppe war zu Beginn eine junge Leserschaft mit „leicht männlichem Schwerpunkt“, zu Zeiten der monatlichen Erscheinungsweise war das Blatt als „Zweitblatt zum Programm“ [1] konzipiert, da es zu dieser Zeit noch keinen vollständigen Programmteil enthielt. Die Zeitschrift wurde vor allem von Lesern gekauft, die mit den etablierten Zeitschriften wie Hörzu oder TV Hören und Sehen wenig anfangen konnten.[2] Mit Umstellung auf 14-tägliche Erscheinungsweise versuchte man dann, eine neue Zeitschriftengattung zu etablieren, was schließlich auch gelang. [3]

Reaktionen des Marktes

Da das Konzept der Blattmacher aufging („Sprengmeister der etablierten Ordnung“, [4]) und der Erfolg nicht mehr zu übersehen war, reagierte der Bauer-Verlag und brachte mit TV Movie im Dezember 1991 einen eigenen Spielfilmtitel auf den Markt, der das Konzept der TV Spielfilm kopierte und damit einen Plagiatsvorwurf auslöste.[5]

Die bei TV Spielfilm erstmals vorgenommene Bewertung von Spielfilmen durch Symbole („Hoch“-, „Quer“- und „Tiefdaumen“) wurden im Laufe der Zeit von so gut wie allen Programmzeitschriften in abgewandelter Form (Sterne, Punkte) übernommen, selbst in Gratis-Supplements erscheinen inzwischen teilweise Bewertungen. Ebenso wurde die Zeitschiene, bei der zeitgleiche Programmteile nahezu in einer waagrechten Linie abgetragen sind, zum Vorbild für etablierte Zeitschriften sowie für Zeitschriften, die später erschienen. Die 14-tägliche Erscheinungsweise wurde Vorbild für spätere Zeitschriften wie z. B. tv14, die momentan (2007) die meistverkaufte Programmzeitschrift am Markt ist.

Preise

TV Spielfilm vergibt seit 1992 die Edgar Awards für die beliebtesten Werbespots und Anzeigen und seit 1995 den Kinderfernsehpreis Emil. Zudem verleiht die Redaktion seit 1997 jährlich den TV Spielfilm-Preis im Rahmen der Cologne Conference. Im Jahr 2007 wurde der Filmemacher Anton Corbijn ausgezeichnet. 2008 wurde über die eigene Filmcommunity www.filmfans.tv zum ersten Mal der „Rookie Award“ für den besten Nachwuchsfilmer verliehen.

TV Spielfilm XXL

TV Spielfilm XXL ist eine erweiterte Version der Programmzeitschrift, die gleichzeitig mit der Standardversion erscheint, aber mehr Programme umfasst. Neben dem herkömmlichen Free-TV wird auch das Programm der digitalen Programmbouquets von Sky, Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW, KabelKiosk, T-Home, Arcor und Alice veröffentlicht. Insgesamt sind über 100 Programme gelistet.

Quellen

  1. w&v 33/1990, S. 38
  2. Horizont 2/1991, S. 17
  3. w&v 1-2/1991, S. 62
  4. Media Spectrum 10/1992, S. 40
  5. text intern 4/1992, S. 1

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