Bankung

Als Bankung wird in der geologischen Lithologie ein deutlich sichtbares, meist horizontal abgelagertes Schichtgefüge bezeichnet, dessen einzelne Lagen eine Mächtigkeit von 1 cm überschreiten und bis einige Meter erreichen können. Die Anzahl der aufeinander folgenden Schichten kann zwischen drei und mehreren Dutzend liegen.

Als Bank wird hingegen die einzelne Schicht bezeichnet, wenn sie aus Festgestein besteht und beidseits von Fugen begrenzt wird.

Am häufigsten finden sich gebankte Strukturen bei marinen Sedimenten, insbesondere Kalkgesteinen des Mesozoikums, was mit den verschiedenen Sedimentationsraten der geologischen Epochen und Temperaturen des Meeres, sowie seinem Chemismus und dem Gehalt an Fossilien zusammenhängt. Im Sandstein, Kalk oder Dolomit kommt es dabei oft zu sehr verschieden gefärbten Schichten.

Bei relativ einheitlichem Gestein hingegen können feine Ton-Zwischenlagen eine sichtbare Bankung erzeugen – die oft für die Hydrologie als wasserführende Schicht von Bedeutung ist. Bei tektonisch beanspruchtem Gestein kann diese Schichtung durch vertikals Klüfte durchzogen sein, wie sie bei zahlreichen Felswänden insbesondere der Kalkalpen auftritt.

In einigen alpidischen Gebirgen, zum Beispiel dem Taurusgebirge, führen auch magmatische Vorgänge zur Bankung, zum Beispiel bei der „magmatischen Schichtbankung“ in Westungarn im Pyroxen oder Peridotit, vereinzelt auch im Gabbro, und kann bisweilen auch zu sogenannter „Querbankung“ führen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Siehe auch

Literatur

  • Max Semper, Schichtung und Bankung. Geologische Rundschau Band 7, 1916/2[2] ISSN 1437-3254 (Print) ISSN 1437-3262 (Online)

Weblinks

Fußnoten

  1. Neue Beiträge zur Geologie Chromerz führender Peridotitserpentine des südanatolischen Taurus, Gustav Hibissleitner
  2. http://www.springerlink.com/content/xq28p281u8q10321/

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