Basic
Filmdaten
Deutscher Titel Basic – Hinter jeder Lüge eine Wahrheit
Originaltitel Basic
Produktionsland USA, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 14[1]
Stab
Regie John McTiernan
Drehbuch James Vanderbilt
Produktion Mike Medavoy
Arnold Messer
Michael Tadross
James Vanderbilt
Musik Klaus Badelt
Kamera Steve Mason
Schnitt George Folsey Jr.
Besetzung

Basic – Hinter jeder Lüge eine Wahrheit (Originaltitel: Basic) ist ein Thriller aus dem Jahr 2003 von Regisseur John McTiernan mit John Travolta in der Hauptrolle.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

1. November 1999 in Panama: Die in der Panamakanalzone liegende Militärbasis Fort Clayton der US-Army bildet Army Rangers aus. Ein Ausbildungszug wird vom tyrannischen Sergeant West kommandiert, der seine Soldaten schikaniert. Er führt eine Gruppe von sechs Soldaten während eines aufziehenden Hurrikans in eine Übung in den Regenwald. In Zweiergruppen sollen sie jeweils 20 Ziele abschießen und dann einen Sammelpunkt erreichen. Als das Hauptquartier nichts mehr von ihnen hört, wird am 2. November (dem Tag der Toten) mit einem Hubschrauber im Unwetter nach ihnen gesucht. Die Suche führt nur zur Bergung von zwei lebenden Soldaten (Dunbar und Kendall). Während des Anflugs des Hubschraubers lieferte sich Dunbar, der den verletzten Kendall auf den Schultern trug, mit seinem Kameraden Mueller ein Feuergefecht, worauf Mueller erschossen wurde. Drei weitere Soldaten sowie Sergeant West werden noch vermisst.

Der Kommandeur - Colonel Bill Styles - muss versuchen, innerhalb von sechs Stunden den Fall zu klären, bevor die Verdächtigen in die USA überführt werden. Gegenüber der zuständigen Ermittlerin Julia Osborne, Kommandeurin der Militärpolizei, verweigern die beiden die Aussage. Dunbar schreibt auf einen Zettel, dass er nur mit einem Ranger von außerhalb sprechen will, da er hier niemanden traut. Als Colonel Styles bemerkt, dass Dunbar auf den Zettel auch die Zahl "8" gekritzelt hat, holt er den ehemaligen Ranger und mit ihm befreundeten Tom Hardy als Ermittler hinzu. Hardy arbeitet nach seinem Ausscheiden beim Militär als Ermittler für die DEA, die Drogenbekämpfungsbehörde der US-Regierung. Aufgrund einer Bestechungsanschuldigung eines von ihm verhafteten Drogenbarons ist er gerade vom Dienst suspendiert, bis die Anschuldigungen geklärt sind. Er hält sich gerade in Panama auf und ist so innerhalb kurzer Zeit auf dem Militärstützpunkt. Osborne ist jedoch wütend und enttäuscht, da sie meint, dass der Kommandeur ihr die Lösung des Falles wohl nicht zutraue.

Der überlebende Soldat Dunbar wird zuerst befragt und findet langsam Vertrauen zum ehemaligen Ranger Hardy.

Der zweite Soldat Kendall hat eine Schusswunde erlitten und liegt deswegen im Krankenhaus. Es stellt sich heraus, dass er der Sohn eines hohen Generals ist, der zudem Berater des US-Präsidenten im Gremium Joint Chiefs of Staff ist. Der General hat ein Problem mit der Homosexualität seines Sohnes und beide haben kein gutes Verhältnis miteinander. Als Kendall ein Verhältnis mit einem ortsansässigen Mann anfing, intervenierte der General und sorgte dafür, dass sein Sohn in den Ausbildungszug von Sergeant West kam.

Kendall schildert, dass Sergeant West durch eine Phosphorgranate getötet wurde und Pike später der Gruppe gestand, dass er es gewesen sei. Zuerst seien sich alle einig gewesen, dass sie Pike den Behörden übergeben, doch dann habe sich Pike mit Dunbar verabredet und wollte Mueller töten. Kendall ging dazwischen und es kam zu einem Feuergefecht unter den Soldaten, bei dem Dunbar die Soldaten Castro und Nuñez erschoss. Kendall wurde bewusstlos und von Dunbar getragen, der von Mueller verfolgt wurde. Mueller und Dunbar lieferten sich eine Schießerei, bei der nun auch Mueller starb.

Dunbar widerspricht der Schilderung und erzählt, dass Pike keinen Mord gestanden habe, sondern ihm erzählte, dass es Mueller gewesen sein muss, da dieser aus der Klinik Drogen verkaufte und ihm den Mord anhängen wollte. Laut seiner Aussage explodierte zwar eine Phosphorgranate, Sergeant West sei allerdings erschossen worden. Mueller erschoss später den gefesselten Pike, was zu einem Feuergefecht unter den Soldaten führte.

Dunbar erklärt, dass der Lieferant der Drogen der Militärarzt Dr. Vilmer sei. Der gibt daraufhin den Drogenhandel zu und wird verhaftet. Kendall stirbt bei seiner letzten Befragung im Krankenhaus und schreibt im Sterben eine "8" auf.

Kommandeur Styles erzählt Hardy, dass es einmal eine Gruppe unter dem Namen "Abteilung 8" gegeben habe, die Geheimoperationen durchführte, später wurden deren Mitglieder kriminell und verschwanden. West hatte einige von ihnen ausgebildet.

Der verhaftete Dr. Vilmer erwähnt, dass Dunbar ein Schwarzer sei - der Dunbar den sie die ganze Zeit über verhört hatten, ist allerdings ein Weißer. Der vermeintliche Soldat Dunbar stellt sich in Wirklichkeit als der totgeglaubte Soldat Pike heraus. Der echte Pike gesteht nun, dass sie Kokain über Militärtransporte in die USA geschmuggelt haben und Sergeant West dies vor kurzem herausgefunden hatte und plante dies Colonel Styles zum Ende der Woche zu melden. Kendall und Mueller wollten ihn deshalb während der Übung töten. Im folgenden Feuergefecht kam es zu den toten Soldaten.

Hardy konfrontiert nun Kommandeur Styles damit, dass er glaubt, dass er der Chef des Kokainrings sei und selbst Kendall und Mueller beauftragt habe, West zu ermorden. Als Hardy droht, seine Vermutungen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, versucht Styles erst ihn zu bestechen und richtet dann eine Waffe auf ihn. Da Osborne das Gespräch heimlich belauscht hatte, kommt sie ihm zuvor und erschießt Styles.

Als sich Hardy von Osborne verabschiedet, sagt er ihr, dass sie sich keine Sorgen machen müsse und weiter „Wir müssen die Story nur richtig erzählen“. Nun fällt ihr auf, dass Pike und Dunbar genau denselben Satz benutzten und es eine Verbindung zwischen ihnen geben muss.

Sie verfolgt ihn und findet daraufhin Hardy zusammen mit dem lebenden Sergeant West und allen angeblich getöteten Soldaten gemeinsam feiernd vor. Sie alle gehören zur geheimen "Abteilung 8", die tatsächlich Drogenkartelle auf eigene Faust außer Gefecht setzt. Dass sie Abtrünnige und Kriminelle seien, ist lediglich ein von ihnen in die Welt gesetztes Gerücht, um andere einzuschüchtern. Da sich Osborne in den Ermittlungen sehr gut geschlagen hat, bietet man ihr nun die Mitarbeit in der Abteilung an.

Hintergrund

  • Der Filmtitel Basic bezieht sich auf die Aussage des Protagonisten Tom Hardy, der meint „Murder is basic. No conspiracies, no grand mysteries ... Everyone is capable of murder.“ (Mord ist einfach. Keine Verschwörungen, keine großen Mysterien ... Jeder ist zu einem Mord fähig).

Kritiken

  • Jens Friebe schrieb auf Moviespotlight: „Wer bei diesem Film einen Hardcore-Actionfilm erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Denn Basic gehört mehr ins Thriller und Crime-Genre als ins Action-Genre. [..] Das absolute Glanzstück dieses Thrillers ist sicherlich John Travolta. [..] Die sehr gute Filmmusik stammt von Klaus Badelt.[2]
  • Alexander Jachmann schrieb auf Zelluloid: „Basic hat einen interessanten Aufbau: sowohl die Zuschauer als auch die beiden Ermittler wissen nicht, was sich zugetragen hat, und die beiden Personen, die dabei waren, erzählen verschiedene Geschichten. Wem soll man also was glauben, oder haben die beiden sich am Ende etwa abgesprochen? Auch wenn der Film, vor allem am Ende, doch recht konstruiert wirkt, ist er unterhaltsam und spannend.[3]
  • Tamas schrieb auf Celluloid Dreams: „Beifall für den Drehbuchautor James Vanderbilt. Mich hat seit langem kein Film mehr so begeistert und geistig in Bewegung gehalten wie „Basic“. „Das war er doch?“ „Doch nicht, aber der?“ „Ach der nicht, die, ne oder?“ Wenn der Betrachter glaubt das Ende der Aufklärung sei erreicht, setzt James noch mal einen drauf und man bekommt nur noch ein Lachen heraus vor staunen oder Verzweiflung. [..] Regisseur [..] John McTiernan [..] spielt die vollen 98 Filmminuten mit dem Publikum und führt sie an der Nase herum.[4]
  • Lexikon des internationalen Films: „Was als Militärthriller gedacht war, verliert sich im Gestrüpp eines undurchdringlichen Drehbuchs, das mit Lügen, Streit, Drogengeschichten, Mord und Rache nicht geizt. Die zahlreichen Rückblenden können die langatmige Inszenierung nicht retten und sorgen für zusätzliche Verwirrung und Ratlosigkeit.[5]

Auszeichnungen

Der Trailer zum Film wurde für einen Golden Trailer Award 2003 in der Kategorie Bestes Voice-over nominiert.

Einzelnachweise

  1. Filmdatenbank Jugendmedienkommission
  2. Filmkritik Moviespotlight (archiviert am 11. Oktober 2003)
  3. Filmkritik Zelluloid
  4. Filmkritik Celluloid Dreams
  5. http://www.zweitausendeins.de/filmlexikon/?wert=520612&sucheNach=titel

Weblinks


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Synonyme:

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