Bayerischer Fußball-Verband
Bayerischer Fußball-Verband
Logo des BFV
Gegründet Juni 1946
Präsident Rainer Koch
Adresse Brienner Straße 50
80333 München
Meister Herren FC Memmingen
Pokalsieger Herren SSV Jahn Regensburg
Meister Frauen ETSV Würzburg
Pokalsieger Frauen SV 67 Weinberg
Übergeordneter Verband Süddeutscher Fußballverband
Untergeordnete Verbände 7 Bezirke
Region Deutschland Lage von Bayern.svg
Vereine (ca.) 4.579*
Mitglieder (ca.) 1.465.579*
Mannschaften (ca.) 30.577*
*Stand: 1. Januar 2009[1]
Homepage www.bfv.de

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) wurde im Juni 1946 gegründet und ist die Dachorganisation für 4.579 Fußballvereine in Bayern mit über 1,40 Millionen Mitgliedern und über 30.000 Mannschaften (Stand: Januar 2009). Damit ist der BFV der größte der 21 Landesverbände des DFB.

Inhaltsverzeichnis

Verbandsgebiet

Das Verbandsgebiet erstreckt sich auf den Freistaat Bayern, wobei einige Vereine (auf bayerischem Gebiet) nicht zum BFV, sondern zum Württembergischen Fußball-Verband oder zum Hessischen Fußball-Verband gehören.

Das Verbandsgebiet ist in sieben Bezirke (Oberbayern, Niederbayern, Schwaben, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken) aufgeteilt, die Bezirke wiederum in insgesamt 24 Kreise. Im Jahr 2006 wurde im BFV eine Strukturreform umgesetzt, die in den Bezirken Mittelfranken und Oberfranken eine Reduzierung der Spielkreise zur Folge hatte. Dagegen hat Unterfranken seitdem einen Spielkreis mehr aufzuweisen.

Organisation

Sitz des BFV ist das Haus des Fußballs in München. Präsident ist seit Ende 2004 Rainer Koch. Zusammen mit dem 18 Personen umfassenden Verbands-Vorstand und dem 6-köpfigen Präsidium leitet er ehrenamtlich den Verband. Über 800 weitere ehrenamtliche Verbandsmitarbeiter und mehr als 60 hauptamtliche Mitarbeiter bilden die Säulen des Fußball-Verbandes und sorgen dafür, dass der Fußball „rollt“.

Zentrale in der Münchner Brienner Straße

Rund 16.000 Schiedsrichter sind zusammen mit ehrenamtlichen Spielleitern und Sportrichtern Woche für Woche Garant für die Organisation und den reibungslosen Ablauf eines imposanten Spielbetriebes mit über 8.880 Herrenmannschaften, 20.700 Juniorenmannschaften sowie 2100 Frauen- und Mädchenmannschaften. Somit spielen über 31.600 Mannschaften in den einzelnen Ligen (Stand 2008). Oberste Spielklasse in Bayern ist die Bayernliga mit 18 Mannschaften. Zweithöchste Liga ist die Landesliga, welche in drei Gruppen (Nord, Mitte und Süd) zu je 18 Mannschaften eingeteilt ist.

Aufgaben und Anliegen

Zu den satzungsgemäßen Aufgaben des gemeinnützigen Verbandes gehören neben der Durchführung und Förderung eines geregelten und fairen Spielbetriebes viele andere Angelegenheiten.

  • Eine ist die Pflege und der Erhalt des Ehrenamtes. Seit 13 Jahren werden jährlich bei einem Festakt Personen, die sich in besonderer Weise für den Fußball in Bayern engagiert haben, geehrt.
  • Darüber hinaus ist die Förderung des Freizeit- und Breitensports und die Wahrung der Interessen der Vereine und deren Mitglieder in grundsätzlichen Fragen des Fußballsports eine wichtige Aufgabe beim Bayerischen Fußball-Verband.
  • Eine überaus wichtige Aufgabe ist die frühzeitige Talentsichtung und –förderung, die in den verschiedenen Altersklassen in Zusammenarbeit mit allen Vereinen und den DFB-Stützpunkten erfolgt – auch mit den Leistungszentren der Bundesliga-Klubs. Mit seinen Auswahlteams nimmt der BFV an den unterschiedlichsten Turnieren teil. Wichtigstes Turnier ist in allen Jahrgängen die jährliche Teilnahme am DFB-Länderpokal, da bei dieser Gelegenheit die Spieler für die Auswahlmannschaften des DFB gesichtet werden. Für eine gute Ausbildung der Spieler und Spielerinnen sorgen über 10.000 vom BFV ausgebildete Trainer in den Vereinen und Stützpunkten.
  • Auch in gesellschaftspolitischer und sozialer Hinsicht trägt der BFV Verantwortung: Eine Kooperation mit dem Kinderschutzbund im Bereich der Gewaltprävention, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen zur Integrationsarbeit und Aktionen mit dem DFB und den Landesverbänden zu aktuellen Themen gehören zum „Tagesgeschäft“ des BFV. Neben diesen Kooperationen hat der BFV eigene Projekte. So wird innerhalb des Verbandes der Kampf gegen Gewalt und Rassismus sehr groß geschrieben.
  • Des Weiteren werden in den Ferien in ganz Bayern Feriencamps und Fußballschulen abgehalten, an denen die Kinder und Jugendlichen von ausgebildeten Trainern unterrichtet und geschult werden.
  • Ein Anliegen ist dem BFV auch die Hilfe für Mosambik. Neben dem sportlichen Wettstreit der bayerischen Mannschaften mit den Auswahlteams aus Mosambik steht auch die Unterstützung der Bevölkerung Mosambiks auf dem Programm. So konnte mit Hilfe von Spenden ein Brunnen beim Sportzentrum in Namaacha errichtet werden.

Wettbewerbe

Bayerischer Landespokal

Der Bayerische Toto-Pokal ist der Fußball-Landespokal des Bundeslandes Bayern. Er wird seit 1998 jährlich unter der Spielleitung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ausgerichtet.

Der Sieger des Finales ist für den DFB-Pokal des nächsten Jahres qualifiziert. Da der BFV zu den drei größten Landesverbänden im DFB gehört, darf er zwei Verbandspokalteilnehmer entsenden. Die zweite Mannschaft wird im Spiel "Verlierer des Finales" gegen "Gewinner des Spiels um Platz 3" ermittelt.

Erfolge im Reichsbundpokal

Im Reichsbundpokal konnte Bayern drei mal hintereinander das Endspiel erreichen.

  • 1939 Schlesien - Bayern 2:1
  • 1940 Bayern - Sachsen 3:1
  • 1941 Sachsen - Bayern 2:0

Erfolge im Länderpokal

Der BFV ist mit 14 Titeln Rekordsieger des Länderpokals der Männer.

Länderpokal Herren: (14)

  • 1952-55, 1963, 1965, 1968, 1970-71, 1977, 1980, 1989-90, 2000

Länderpokal Frauen: (2)

  • 1983, 2002

Zeitschrift

Das Verbandsorgan des BFV ist der Bayernsport. Seit dem 1. Oktober 2008 können sich die Fans auf BFV.TV, dem Online-Video-Portal des BFV, Tore und wichtige Szenen von Spielen aus der Bayernliga und den drei bayerischen Landesligen ansehen.

Literatur

Bayerischer Fußball-Verband (Hrsg.), 50 Jahre Bayerischer Fußball-Verband, Vindelica-Verlag, Gersthofen, 1995

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. DFB-Mitgliederstatistik 2009, siehe http://www.dfb.de/index.php?id=11015, aufgerufen am 4. Januar 2010

Weblinks


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