Benedykt Dybowski
Benedykt Dybowski (c. 1863)

Benedykt Dybowski (* 12. Mai 1833 in Adamaryni im Kreis Nowogródek im Gebiet Grodno; † 31. Januar 1930 in Lemberg) war ein polnischer Naturforscher und Arzt.

Leben und Wirken

Benedykt Dybowski studierte an der Hochschule von Minsk und später an der Universität Tartu Medizin. Er studierte später an der Universität Breslau und ging auf Expeditionen, um ozeanische Fische und Krebstiere zu erforschen. Er wurde zum Professor für Zoologie an der Warschauer Schule ernannt.

1863 wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt wegen der Teilnahme am polnischen Januaraufstand. Seine Strafe wurde später auf 12 Jahre in Sibirien reduziert.

Er begann das Studium der Naturgeschichte von Sibirien. 1866 befreite ihn Gouverneur Murawjow von der harten Arbeit, erneuerte seine bürgerlichen Rechte und schlug ihm die Arbeit als Arzt im Krankenhaus vor.

Er ließ sich im kleinen Dorf Kultuk nieder und begann die detaillierte Untersuchung des Baikalsees mit technischer Unterstützung der russischen Geographischen Gesellschaft anzustellen.

1927 erklärte die Akademie der Wissenschaften der UdSSR Dybowski zu ihrem Mitglied. 1921 erhielt Dybowski die Ehrendoktorwürde der Warschauer Universität und im Jahre 1923 die der Universität Vilnius. Zu seinem 95. Geburtstag gratulierte ihm die Shevchenko Scientific Society.

Dybowski starb im Alter 97 Jahren. Er ist in Lemberg auf dem Lytschakiwski-Friedhof neben den Teilnehmern des polnischen Aufstands von 1863 begraben.

Trivia

Ein Flohkrebs (Gammaracanthuskytodermogammarus loricatobaicalensis), angeblich aus dem Baikalsee, der von ihm benannt wurde, war einst der längste wissenschaftliche Name. Allerdings ist dieser Name laut den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur ungültig.

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