BerlinJet

BerlinJet war ein deutscher Reiseveranstalter, der sich als Fluggesellschaft ausgab und dafür auch mehrmals seitens der Behörden gerügt wurde. Sie wurde 2002 als BJ Flugreisen GmbH von Oliver A. Heinz, Torsten Mache und Klaus Marzina gegründet. Unternehmensziel war das Angebot preiswerter Flüge vom Flughafen Berlin-Schönefeld nach München, Paris, Mailand und Nizza. Da BerlinJet über kein eigenes Air Operator's Certificate (AOC) verfügte, sollten Flugzeuge komplett mit Crew gechartert werden.

Für September 2002 wurden erstmals Flüge für neun Euro plus Steuern verkauft, die jedoch nie durchgeführt wurden, da es angeblich Probleme mit dem Partner Iberia gab. Am 10. Februar 2003 startete BerlinJet erstmals mit der isländischen MD Airlines, musste jedoch die Flüge aus finanziellen Gründen bereits am 20. Februar 2003 wieder aufgeben, da BerlinJet die vereinbarten Chartergebühren nicht bezahlte.[1] Aufgrund der anschließenden Insolvenz des Unternehmens wurden die Kosten für die bereits gebuchten, jedoch nicht stattgefundenen Flüge nicht erstattet. Die Firmengründer wechselten im Sommer 2003 zum Geschäftsreiseflieger Amadeus Flugdienst aus dem Rheinland-Pfälzischen Lautzenhausen (Frankfurt-Hahn). Auch diese Firma meldete, nachdem zahllose Billigflugtickets von Frankfurt-Hahn nach Berlin verkauft waren, obwohl vom Luftfahrtbundesamt die Fluglizenz entzogen worden war, im September 2004 Insolvenz an. Die Gründer von BerlinJet Oliver Heinz und Torsten Mache betreiben derzeit ein Flugzeugcharter-Unternehmen.

Referenzen

  1. Tagesspiegel.de - Betrugsanzeigen gegen Billigflieger BerlinJet Geschäftsführer kündigt Rückerstattungen aus „Kulanz“ an

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