AMC Javelin
AMC Javelin SST (1969)
AMC Javelin SST (1970)

Der AMC Javelin war ein von 1967 bis 1974 gebautes Sportcoupé des US-amerikanischen Automobilherstellers AMC. Er zählte zur Klasse der sogenannten Pony Cars und konkurrierte damit hauptsächlich mit dem Ford Mustang und dem Chevrolet Camaro.

Auf der verkürzten Plattform des Javelin (was Wurfspeer bedeutet) basierte der zweisitzige AMC AMX.

Inhaltsverzeichnis

Motoren

  • 3,8 l-R6 (232 cu.in.), 145/155 SAE-PS
  • 4,8 l-V8 (290 cu.in.), 225 SAE-PS
  • 5,6 l-V8 (343 cu.in.), 280 SAE-PS
  • 6,4 l-V8 (390 cu.in.), 315/325 SAE-PS
  • 6,6 l-V8 (401 cu.in.), 340 SAE-PS

Modellreihen

Javelin (1967–1970)

Im August 1967 präsentierte AMC den Javelin, der auf einen Prototypen aus dem Jahr 1966 zurückging.

Mehrere Motorisierungen standen für den Javelin im Angebot, von einem 3,8 l-Reihensechszylinder bis hin zu drei V8-Maschinen, an der Spitze ein 5,6 l-V8 mit Vierfachvergaser, lieferbar im sogenannten Go Package, das außerdem vordere Scheibenbremsen, Doppelauspuff und Breitreifen umfasste. Für Kunden, die mehr Wert auf Komfort legten, war der Javelin SST im Programm.

Im Modelljahr 1969 wurde der AMX 390-Motor (6,4 Liter) im Javelin lieferbar. Ein Big Bad-Paket bot auffällige Lackfarben (blau, orange, hellgrün) und einen ungewöhnlichen Dachspoiler.

Von Dezember 1968 bis Juli 1970 stellte das Unternehmen Karmann in seinem Werk in Rheine 280 Javelin aus CKD-Bausätzen her, die aus den USA geliefert wurden. Diese Javelin 79-K genannten Versionen besaßen sämtlich den 5,6-Liter-Motor.

Javelin (1970–1974)

AMC Javelin "AMX Pierre Cardin"-Edition (1973)
AMC Javelin (1974)

Im Herbst 1970 erhielt der Javelin eine komplett neue Karosserie, an der verschiedene Details im Hinblick auf den Rennsporteinsatz in der Trans Am-Serie gestaltet waren, etwa der integrierte Dachspoiler. Die ausgeprägten Wölbungen über den vorderen Radhäusern stießen aber fast durchwegs auf Ablehnung.

Die Motorenpalette reichte vom 3,8 l-Reihensechszylinder bis zum leistungsstarken 6,6 l-V8 mit Vierfachvergaser (401 cu.in.), der mit geschmiedeter Kurbelwelle und ebensolchen Pleueln Drehzahlen bis 8000 Touren vertrug und im Jahr 1971 eingeführt wurde.

Die auf Wunsch erhältliche Pierre Cardin-Innenausstattung besaß Sitzbezüge aus einem seidenähnlichen, aber robusten Stoff und ein Streifenmuster, das sich senkrecht über die Türtafeln und quer über den Dachhimmel erstreckte.

Ab 1971 stand die Bezeichnung AMX für die Sportversion des Javelin. Der Javelin AMX profitierte von den auf der Rennstrecke gemachten Erfahrungen - er gewann 1971 bis 1973 die Trans Am-Rennserie. Merkmale des zivilen AMX waren ein Kühlergrillgitter aus Edelstahl, eine Fiberglas-Motorhaube mit breiter Hutze sowie Front- und Heckspoiler.

Die Fertigung des Javelin endete im Sommer 1974 in Folge nachlassenden Käuferinteresses. Im Unterschied zu anderen Pony Cars war der Javelin aber bis zum Schluss auch mit den hubraumstärksten Motoren lieferbar.

Abmessungen Der AMC Javelin weist folgende Abmessungen auf:

  • Länge: 4872 mm
  • Breite: 1910 mm
  • Radstand: 2794 mm

Wissenswertes

In Deutschland montierte 1969 der Karosseriespezialist Karmann aus den USA angelieferte Teile zu kompletten Javelins. Nur 281 Autos wurden gebaut [1].

Auch in Australien gab es eine solche CKD-Produktion des Javelin; dort montierte das Unternehmen Australian Motor Industries den Javelin beider Generationen. Das nötige Rechtslenker-Armaturenbrett wurde vor Ort gefertigt.

Die Polizei von Alabama fuhr 1971/72 Javelins mit dem 6,6-Liter-V8 als Streifenwagen.

Weblinks/Quellen

 Commons: AMC Javelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Javelin-Fertigung bei Karmann in Osnabrück

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