Bahnhof Stuttgart-Rohr


Bahnhof Stuttgart-Rohr
Stuttgart-Rohr
Bahnhof Rohr.JPG
Haltepunkt Rohr
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Bahnhofsteil
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung TSRO
Eröffnung 1906
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Stuttgart
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 43′ 3″ N, 9° 6′ 30″ O48.71759.1083333333333Koordinaten: 48° 43′ 3″ N, 9° 6′ 30″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg

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Der Bahnhof Rohr liegt am Streckenkilometer 16,7 der Gäubahn und ist eine Station im Netz der Stuttgarter S-Bahn. Betrieblich gesehen ist er ein Teil des Bahnhofs Stuttgart-Vaihingen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als die Königlich Württembergische Staatsbahn die Gäubahn von Stuttgart nach Freudenstadt im September 1879 eröffnete, sahen viele Einwohner Rohrs nur den Nachteil des neuen Verkehrsmittels. Einige Bauern waren für den Streckenbau enteignet worden und die Eisenbahn würde nur Lärm und Gestank bringen. Doch als im Nachbardorf Vaihingen die Industrialisierung begann und die Pendler aus Rohr den dortigen Bahnhof nutzten, erkannte man auch den Vorteil.

Im Jahr 1906 wurde der Haltepunkt Rohr (später um den Zusatz (Württ) ergänzt) in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude war ein einstöckiger Backsteinbau mit einem Warte- und einem Dienstraum am damaligen Gleis 1 Richtung Böblingen.

Zu jener Zeit hatten sich die Bürger der kleinen Gemeinde das Ziel gesetzt, wie die Gemeinde Degerloch sollte auch Rohr Luftkurort werden. Es kam zur Gründung eines Fremdenverkehrsvereins. Dieser wollte auf der Rohrer Höhe ein Kurhaus erbauen. Zur besseren Abfertigung der anreisenden Kurgäste erhielt der Haltepunkt deshalb 1915 eine Verladestelle für Gepäck. Die Anpreisung als Luftkurort brachte jedoch nur für eine kurze Zeit den erhofften Erfolg und die Ideen des Fremdenverkehrsvereins scheiterten letztendlich an Geldmangel.

Seit Oktober 1920 zweigt zirka 600 Meter südlich des Haltepunkts die Eisenbahnstrecke nach Echterdingen ab.
1935 erfolgte die erste Umbenennung der Station in Rohr (b Stuttgart). Ein Jahr später, am 1. Oktober 1936, erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Rohr in die Gemeinde Vaihingen auf den Fildern. Dies führte zur zweiten Umbenennung in Vaihingen-Rohr, allerdings erst 1939. Als es 1942 zur Eingemeindung Vaihingens nach Stuttgart kam, änderte sich der Name abermals in Stuttgart-Rohr.

Ab 1982 begann die Bundesbahn den viergleisigen Ausbau der Gäubahntrasse zwischen der Einmündung der Verbindungsbahn und dem Abzweig nach Echterdingen. Diesem Ausbau fiel 1984 das Empfangsgebäude zum Opfer. Die beiden Außenbahnsteige wurden durch einen Mittelbahnsteig ersetzt.

Bahnbetrieb

Der Haltepunkt verfügt über einen Inselbahnsteig, der vom Durchlass in der Osterbronnstraße und der Unterführung in der Egelhaafstraße zu erreichen ist und wird von den Linien S1, S2 und S3 der S-Bahn Stuttgart bedient.
Gleis 2 ist den S-Bahnen Richtung Böblingen beziehungsweise Flughafen/Messe zugeordnet, Gleis 3 den S-Bahnen Richtung Stuttgart Hbf. Die Gleise 1 und 4 dienen durchfahrenden Zügen und haben keine Bahnsteige.

Der Bahnhof Rohr entspricht laut der Deutschen Bahn AG der Bahnhofskategorie 4.

S-Bahn

Linie Strecke
S 1 Kirchheim (Teck)WendlingenPlochingenEsslingenNeckarparkBad Cannstatt – Hauptbahnhof – SchwabstraßeVaihingenRohrBöblingenHerrenberg (Verstärkerzüge im Berufsverkehr zwischen Esslingen und Böblingen.)
S 2 SchorndorfWeinstadtWaiblingen – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Schwabstraße – Vaihingen – Rohr – Flughafen/Messe – Filderstadt
(Verstärkerzüge im Berufsverkehr zwischen Schorndorf und Vaihingen.)
S 3 BacknangWinnenden – Waiblingen – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Vaihingen – Rohr – Flughafen/Messe
(Verstärkerzüge im Berufsverkehr zwischen Backnang und Vaihingen).

Siehe auch

Literatur

  • Christine Bührlen-Grabinger, Dagmar Kraus, Martin Zurowski: Vaihingen / Rohr / Büsnau und Dürrlewang. Aus der Geschichte eines Stadtbezirks. Verlag Karl Scharr und WEGRAhistorik-Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-929315-01-7.
  • Andreas M. Räntzsch: Stuttgart und seine Eisenbahnen. Die Entwicklung des Eisenbahnwesens im Raum Stuttgart. Uwe Siedentop, Heidenheim 1987, ISBN 3-925887-03-2. 

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